Zweisprachige koordinierte Alphabetisierung, "Projet Education de Base", Republik Tschad

Evaluation der zweisprachigen koordinierten Alphabetisierung im Grundbildungsprojekt "Projet Education de Base" der Republik Tschad

Tschad

Im Rahmen des Weltbankprojektes "Education V" haben Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Kooperation mit dem Ministère de l’Education Nationale du Tchad ein Konzept der zweisprachigen koordinierten Alphabetisierung in drei verschiedenen Nationalsprachen (Sar, Moundang und Tschad-Arabisch) für lokale Grundbildungsprojekte im Tschad entwickelt. Schwerpunkt ist die Alphabetisierung von Kindern in ihren Herkunftssprachen, die nicht identisch sind mit der nationalen Verkehrssprache des Landes (hier Französisch), um einen sicheren Schriftspracherwerb bei gleichzeitig sehr frühem Übergang zur nationalen Verkehrssprache als Unterrichtssprache zu ermöglichen. Dem Projekt kommt insofern überregionale Bedeutung zu, als Kinder von sprachlichen Minderheiten in den nationalen Bildungssystemen vieler Länder der Welt anhaltend benachteiligt sind, weil mangelnde Sprachbeherrschung am Schulanfang in der Regel mit großen Defiziten beim Schriftspracherwerb einhergeht und dann rasch allgemeinen Misserfolg in der Schule nach sich zieht. Die Arbeitsstelle Bildungsforschung Primarstufe hat das Grundbildungsprojekt vor Ort evaluiert und die didaktische Konzeption empirisch und systematisch überprüft und begutachtet.

Veröffentlichung:

Jörg Ramseger: Evaluation des Konzepts des muttersprachlichen Unterrichts im "Projet Education de Base" des Ministère de l'Education Nationale du Tchad und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Eschborn, August 2001.

 

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