- GeBen. Gesamtschulen in Berlin - Individuelle Förderung bei heterogener Schülerschaft. Der Einsatz von Schulentwicklungsprogrammen an Gesamtschulen in Berlin

Projektleitung:

Mitarbeiterinnen:

Gefördert durch:

Europäischer Sozialfonds
Europäischer Sozialfonds
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport

Laufzeit: 01.06.2004 - 31.12.2006

Beschreibung:

Die Gesamtschule bietet nach Beendigung der Grundschule als einzige Schulform die Möglichkeit, alle Bildungsabschlüsse der Oberschule absolvieren zu können, unabhängig von den unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen der Schüler und Schülerinnen. Aus diesem Grund ist sie häufig für sozial schwächere und bildungsdistante Familien besonders attraktiv. Die so entstandene Schieflage stellt die Gesamtschulen vor eine große Herausforderung: Die Lehrkräfte stehen einer sehr leistungs- und herkunftsheterogenen Schülerschaft gegenüber, in der jeder Einzelne - seinen jeweiligen Voraussetzungen angemessen - individuell gefördert werden muss.

Das Projekt zielt darauf ab, durch zwei verschiedene Schulentwicklungsprogramme die Schulen bei dieser schwierigen Aufgabe zu unterstützen.

  • Das (1) Lernberatermodell legt den Schwerpunkt auf die diagnostische Kompetenz der Lehrkräfte und deren Möglichkeiten, Schüler und Schülerinnen individuell zu fördern, z.B. durch erstellen von - aus lerntheoretischer Sicht - sinnvollen Bildungsverträgen.

  • Das (2) Tutorenmodell sieht demgegenüber eine Veränderung der gängigen Unterrichtspraxis durch systematische Einbeziehung kooperativer Lernformen vor.

Beide Modelle basieren auf der Annahme, dass Heterogenität im Unterricht nicht nur hingenommen, sondern positiv genutzt werden kann.

An dem Projekt nehmen 735 Schüler/innen und deren Lehrer/innen der siebten Jahrgänge von vier Berliner Gesamtschulen teil. die Programme werden durch eine fachunspezifische und eine fachdidaktische Schulung an den Schulen eingeführt und über die Projektlaufzeit hinweg betreut. Begleitet wird der Einsatz der Schulprogramme durch halbjährlich stattfindende Leistungsstanderhebungen in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch, deren Ergebnisse den beteiligten Lehrkräften zurückgemeldet werden.

 

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