Languages of Emotion

Im Rahmen des von der DFG-geförderten Exzellenzclusters 'Languages of Emotion' werden an unserem Arbeitsbereich verschiedene Projekte gefördert, welche sich mit der Verarbeitung affektiver und ästhetischer Information beschäftigen.

 

Projekt: Die Verarbeitung affektiver Information im Medienvergleich

In den drei parallelen Unterprojekten wird der Frage nachgegangen, ob sich Unterschiede in der Verarbeitung affektiver Information in Abhängigkeit von der Modalität des Stimulusmaterials nachweisen lassen.

Dazu wird sowohl verbales, bildliches, als auch filmisches Stimulusmaterial mittels unterschiedlicher kognitionspsychologischer Paradigmen, unter Zuhilfenahme neurokognitiver Methoden (EEG, Pupillometrie, fNIRS, fMRI), miteinander verglichen. In verschiedenen Versuchsreihen werden sowohl Kinder als auch Erwachsene untersucht.

Mit Hilfe expliziter Erkennungsaufgaben sollen die emotionalen Effekte, welche durch die benutzten Medien hervorgerufen werden, hinsichtlich ihrer zeitlichen Dynamik und der neuroanatomischen Verortung miteinander verglichen werden.

Projektleitung: Lars Kuchinke
Projektpartner: Arthur M. Jacobs, Gisela Klann-Delius (Linguistik, FU), Hermann Kappelhoff (Filmwissenschaft, FU), Helmut Leder (Psychologie, Uni Wien)
Projektmitarbeiter: Karolina Hartfeld

 


Projekt: Affektive und ästhetische Prozesse beim Lesen

In drei Unterprojekten sollen die neurokognitiven Grundlagen affektiver und ästhetischer Prozesse beim Lesen in einem interdisziplinären multimethodalen Ansatz erforscht werden. Im Vordergrund stehen dabei die Modellbildung (einerseits die Einbeziehung affektiv-ästhetischer Prozesse in psycholinguistische Lesemodelle, andererseits die Integration sprachverarbeitender Prozesse in psychologische Emotionsmodelle) und die Methoden- bzw. Paradigmenentwicklung (insbesondere die Erprobung von Leseaufgaben mit neuem Stimulusmaterial). In einer Reihe von Experimentalstudien mit primär erwachsenen Probanden (incl. Expertengruppen) soll sowohl der Zeitverlauf ästhetischer Vorgänge beim Lesen als auch ihre funktionell neuroanatomische Verortung bestimmt werden.

Projektleitung: Arthur M. Jacobs,  Winfried Menninghaus (AVL, FU), Gisela Klann-Delius (Linguistik, FU), Helmut Leder (Psychologie, Uni Wien)
Projektpartner: Michael Niedeggen (FU), Sonja Kotz (MPI-Leipzig), Werner Sommer (HU)
Projektmitarbeiter: Isabel Bohrn, Ulirke Altmann

 

 

Projekt: Mehrsprachigkeit und emotionale Effekte beim Lesen in unterschiedlichen Sprachen

Im Fokus dieses sprachvergleichenden Projekts zu emotionalen Aspekten der Sprachverarbeitung steht die experimentelle Forschung mit mehrsprachigen Individuen – a) frühe Bilinguale und b) Personen mit später erworbener Zweitsprache. Gestützt auf die Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch soll untersucht werden, wie solche Individuen während des Leseprozesses mit dem emotionalen Kontext von Wörtern, Idiomen und Sprichwörtern unterschiedlicher Sprachen umgehen, insbesondere wenn sich in jenen Aspekte emotionalen Ausdrucks manifestieren, die in typischer Weise für kulturelle oder sprachspezifische Besonderheiten des jeweiligen Sprachraums stehen.

Anhand von Experimenten, deren Reizmaterial sprachübergreifend emotionale Valenz im allgemeinen (positiv/negativ/neutral) und deren kultur/sprachspezifische Besonderheiten systematisch variiert, soll die Verbindung zwischen Sprache und emotionalen Prozessen untersucht werden, insofern als diese von der Sprache als Medium emotionalen Ausdrucks entscheidend und in (sprach-) spezifischer Weise moduliert werden. Methodisch ist das Projekt gekennzeichnet durch die Erstellung umfangreicher sprachübergreifender Datenbanken (Skalierungsstudien sprachlichen Materials) und die Anwendung neurowissenschaftlicher Methoden (EEG und fMRT).

Projektleitung: Markus Conrad
Projektpartner: Arthur M. Jacobs,  Gisela Klann-Delius (Linguistik, FU), Michael Eid (FU)
Projektmitarbeiter: