Eva Fröhlich

FU-Berlin

Erziehungswissenschaft und Psychologie

Allgemeine und Neurokognitive Psychologie

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschung und Lehre; BMBF-Projekt: "Genetische und neurokognitive Einflussfaktoren der Lesefertigkeit: Entwicklung eines frühdiagnostischen Biomarkers zur Prognose der zukünftigen Lesefertigkeit dyslexiegefährdeter Kinder im Vorschulalter"

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
Raum JK 27/237
14195 Berlin
Fax
030-838-4-55741

Annähernd 5-17% der in Deutschland lebenden Personen haben Schwierigkeiten beim Lesen, obwohl ihre Intelligenz normal oder überdurchschnittlich ist und sie über ein gesundes Hör- und Sehvermögen verfügen. Dieses Phänomen nennt man Dyslexie. Welchen Einfluss die genetische Ausstattung auf Dyslexie hat, ist jedoch noch weitgehend ungeklärt. Unser Vorhaben zielt darauf ab, im Rahmen eines multimethodischen und modellgeleiteten „imaginggenetics“ Ansatzes, den genetischen Einfluss auf die strukturellen Hirneigenschaften sowie auf die kognitiven Teilprozesse der globalen Leseleistung zu untersuchen. Dafür wird aus dem Genotyp des Probanden ein individueller mit dem Lesen assoziierter genetischer Wert (IRAGS – Individual Reading-Associated Genetic Score) errechnet und mit den verhaltensmäßigen (behavioralen) sowie neuroanatomischen (strukturellen) und physiologischen (funktionellen) neurokognitiven Daten des Probanden in Zusammenhang gesetzt. Eine Kombination aus genanalytischen und bildgebenden Verfahren soll ein umfassendes Verständnis der Lesefertigkeit vom Gen über die Hirnfunktion hin zu den Teilprozessen der globalen Leseleistung ermöglichen. Dies sollte eine Grundlage für die Entwicklung der krankheitsspezifischen Diagnostik- sowie Therapieverfahren bieten.

Approximately 5-17% of peopleliving in Germany have difficulty in reading, although their IQ does not differ from normal or lies even above average and they feature normal hearing and sight. This phenomen is called dyslexia. To what extent genetics influence dyslexia remains unclear. Within the frame work of a multi-methodological and modelled "imaging genetics" approach our project aims to explain the influence of geneson structural properties of the brain as well on cognitive processes underlying global reading performance. For that purpose we calculate from the subjects’ genotypes an Individual Reading-Associated Genetic Score (IRAGS). The IRAGS will be further correlated with the subjects‘ behavioral, neuroanatomic (structural) as well as physiological (functional)neuro-cognitivedata. A combination of genetic analyses and imaging techniques will provide a broadunderstanding of readings kills - from genes through brain function to subprocesses of global reading performance. This should provide a basis fo the development of disease-specific diagnostic and therapeutic procedures.

 

http://www.esf-koordinierung.de/?id=37&tab=4

Froehlich, E., & Jacobs, A. M. (2016). Verändert sich Lesen im Alter?. Lernen und Lernstörungen, 5(2), 95-109. DOI: 10.1024/2235-0977/a000130

Oganian, Y., Froehlich, E., Schlickeiser, U., Hofmann, M. J., Heekeren, H. R., & Jacobs, A. M. (2015). Slower perception followed by faster lexical decision in longer words: a diffusion model analysis. Frontiers in psychology, 6. DOI: 10.3389/fpsyg.2015.01958