Publikationen

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Körper- und Bildanthropologie
  • Medien- und Ritualforschung
  • Qualitative Sozialforschung

Kurze Vita Wissenschaft

  •  seit 1999
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sonderforschungsbereiches kulturen des performativen (Sfb 447, http://www.sfb-performativ.de/)
    Projekt Die Hervorbringung des Sozialen in Ritualen und Ritualisierungen. Mimesis, praktisches Wissen und soziales Handeln
  • 1998  Diplom, Technische Universität Berlin
    Diplomarbeit Körperlichkeit in der Moderne. Genese und pädagogische Bewältigung des Körpers
  • 1994 - 1996
    Studentische Hilfskraft (Unterrichtsaufgaben, Tutorien und Mitarbeit in Organisation und Durchführung der Internationalen Tagung Europaschulen in Berlin)
  • 1994 - 1996 Spezialisierung in Kunsttherapie
  • 1992 - 1998 Studium der Erziehungswissenschaft, Technische Universität Berlin


Weitere projektarbeiten

  • seit 2002
    academy of converging media, Berlin
    Dozentin für Weiterbildungsseminare

  • 2001
    Les Ballets C de la B, Schaubühne, Berlin
    Mitarbeit bei der Eröffnungsperformance der Internationalen Konferenz Kollektivkörper

  • 1999/2000
    Peter-Pan-Grundschule Kreuzberg, Berlin
    Organisation und Durchführung verschiedener Videoarbeitsgemeinschaften

  • 1998/99
    Deutsche Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Gemäldegalerie Berlin
    Führungen durch die Gemäldegalerie

  • 1995/96
    Internationale Bewegung ATD Vierte Welt, NGO, Berlin
    Planung und Durchführung einer einjährigen Straßenbibliothek in Lichtenberg

  • 1995/96
    Tabaluga-Grundschule Marzahn, Berlin
    Planung und Durchführung einer halbjährigen Theater-AG für Mädchen

  • 1994
    AfricAvenir, NGO, Douala, Kamerun
    Dreimonatiges Voluntariat in dem afrikanischen Demokratiesierungsprojekt

  • 1993
    Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste, Berlin und Auschwitz
    Mitorganisation und -durchführung des einmonatigen Vorbereitungsseminares der Freiwilligen der AS/F, Leitung der AG Kunst im Nationalsozialismus

  • 1990 - 1992
    Mouvement International ATD Quart Monde, NGO, Paris
    Zweijährige Straßenarbeit in Armutsvierteln und Wohnwagensiedlungen vor Paris, Mitorganisation und -durchführung der Internationalen Tagung Armut, Demokratie und Menschenrecht in Europa in Berlin

  • 1989
    Jugendvollzugsanstalt Adelsheim, Adelsheim
    Praktikum in der Schule der JVA


Forschungsprojekte

  • Forschungsprprojekt Medienrituale II (2002-2004)

    Qualitativ-empirische Untersuchung zum Beziehungsfeld von Spiel, Computer, Ritual und Geschlecht am Beispiel von LAN-Partys (Videogaming) (http://www.sfb-performativ.de/seiten/b5_med.html).

  • Projekt Medienrituale I (1999-2001)
    Qualitativ-empirische Untersuchung gemeinschaftskonstitutiver Medienbezüge in der Alltagspraxis verschiedener Kindergruppen  anhand spontaner Videoinszenierungen  (http://www.sfb-performativ.de/seiten/b5_med.html).

  • Doktorarbeit Verkörperte Medien. Bilder der Gemeinschaft, Aufführung der Körper

    Untersuchung zum Beziehungsfeld von Bild, Körper und Gemeinschaft anhand spontaner Videoinszenierungen von Kindergruppen. In dem inszenatorischen Schnittfeld von Medieninszenierung und Alltagspraxis führen die Kinder eine Fülle kreativer, affirmativer, subversiver, humorvoller Variationen fernsehmedialer Darstellungsstereotypen auf. Die Inszenierungen der Kindergemeinschaft bilden sowohl den Ort der aushandelnden Abarbeitung dieser ge-bild-eten Darstellungstraditionen wie ihrer brechenden, aber immer auch brüchigen Variation: Die Inszenierungen stehen gleichzeitig im Spannungsfeld von Verkörperung und Distanzierung, von Affirmation und Subversion. Bei der inhaltlichen Ausarbeitung dieses Feldes kommen insbesondere die Kategorien gender und race ins Spiel.

    Die Arbeit verknüpft ethnographische Kindheitsforschung und kulturwissenschaftliche Analyse im erziehungswissenschaftlichen Interesse. Entwicklung der qualitativen Erhebungsmethode Videoinszenierung.


Publikationen

  • Verkörperte Medien. Kindheit, Fernsehen und Gemeinschaftsbildung (laufende Dissertation).
  • Der Glaube an das Spiel der Gemeinschaft. Die Counterstrike-Community (2005). In: Jugend, Glauben, Sinn, Zeitschrift Schüler (mit Benjamin Jörissen).
  • Das Spiel mit dem Bild. Zur Ikonologie von Action-Computerspielen (2005). In: Ikonologie des Performativen, hg. von Christoph Wulf und Jörg Zirfas, München (mit Benjamin Jörissen).
  • Mediensozialisation und Telesexualität. Zur mediengestützten Aneignung von Sexualität und Geschlecht bei Kindern (2005). In: Sexualitäten. Diskurse und Handlungsmuster im Wandel, hg. von Heide Funk und Karl Lenz, Weinheim/München (mit Stephan Sting).
  • Wunderschöne Rituale? Ritualisierungsprozesse von Mädchen im Spannungsfeld von Fernsehbild und Körperpraxis (2004). In: Innovation und Ritual. Jugend, Geschlecht und Schule, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 2. Beiheft, 143 - 155.
  • Bildung im Ritual. Schule, Familie, Jugend, Medien (2004). Opladen (mit Birgit Althans, Kathrin Audehm, Benjamin Jörissen, Ruprecht Mattig, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Christoph Wulf, Jörg Zirfas).
  • Erspielte Rituale. Kampf und Gemeinschaftsbildung auf LAN-Partys (2004). In: Birgit Althans, Kathrin Audehm, Constanze Bausch, Benjamin Jörissen, Ruprecht Mattig, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Christoph Wulf, Jörg Zirfas: Bildung im Ritual. Schule, Familie, Jugend, Medien. Opladen, 305 - 359 (mit Benjamin Jörissen).
  • Erspielte Rituale. Gemeinschaft zwischen Ritual und Spiel auf jugendkulturellen LAN-Parties (2004). In: Ritualbegriff und Ritualanalyse. Kooperationstreffen der kulturwissenschaftlichen Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Konstanz (mit Benjamin Jörissen).
  • Differenz und Alterität im Ritual. Eine interdisziplinäre Studie. In: Praktiken des Performativen, hg. von Erika Fischer-Lichte und Christoph Wulf, Paragrana. Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie 13 (2004) 1, Berlin, 187-249 (mit Birgit Althans, Kathrin Audehm, Christoph L. Diedrichs, Katja Gvozdeva, Maren Hoffmeister, Benjamin Jörissen, Caroline Quermann, Werner Röcke, Susanne Rupp, Robert Schmidt, Hans Rudolph Velten, Monika Wagner-Willi, Frank Wittchow, Christoph Wulf und Jörg Zirfas).
  • Begehrende Körper und verkörpertes Begehren. Interdisziplinäre Studien zu Performativität und gender (2004). In: Praktiken des Performativen, hg. von Erika Fischer-Lichte und Christoph Wulf, Paragrana. Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie 13 (2004) 1, Berlin, 251 – 309 (mit Jutta Eming, Elke Koch, Doris Kolesch, Irmgard Maassen, Jenny Schrödl, Martin Stern, Anja Tervooren und Volker Woltersdorff).
  • Penser les Pratiques Sociales comme Rituels. Ethnographie et Genèse de Communautés (2004). L’Harmattan: Paris (avec Birgit Althans, Kathrin Audehm, Michael Göhlich, Stephan Sting, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Christoph Wulf, Jörg Zirfas).
  • Mises en scène médiatiques rituelles dans les peergroups (2004). In: Birgit Althans, Kathrin Audehm, Constanze Bausch, Michael Göhlich, Stephan Sting, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Christoph Wulf, Jörg Zirfas: Penser les Pratiques Sociales comme Rituels. Ethnographie et Genèse de Communautés, L’Harmattan: Paris, 297 – 388 (avec Stephan Sting).
  • Collapsing Towers. Pictures of Power and the Power of Pictures (2003). In: Culture and Education, ed. by Brigitta Qvarsell and Christoph Wulf, Münster/New York/München/Berlin, 135 - 141.
  • "0190 - ruf mich an!" Ferngesehene Sexualität unter Kindern (2002). In: Kindheiten, Psychologie und Gesellschaftskritik, Nr. 101/102, 113 - 126.
  • Das Soziale als Ritual. Zur performativen Bildung von Gemeinschaften (2001). Opladen (mit Birgit Althans, Kathrin Audehm, Michael Göhlich, Stephan Sting, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Christoph Wulf, Jörg Zirfas).
  • Rituelle Medieninszenierungen in Peergroups (2001). In: Birgit Althans, Kathrin Audehm, Constanze Bausch, Michael Göhlich, Stephan Sting, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Christoph Wulf, Jörg Zirfas: Das Soziale als Ritual. Zur performativen Bildung von Gemeinschaften, Opladen, 249 - 323 (mit Stephan Sting).
  • Die Inszenierung des Sozialen. Erving Goffman und das Performative (2001). In: Grundlagen des Performativen. Eine Einführung in die Zusammenhänge von Sprache, Macht und Handeln, hg. von Christoph Wulf, Michael Göhlich und Jörg Zirfas, Weinheim/München, 203 - 225.
  • Medien zwischen Institution und Ritual. Medienrituale in Peer-Groups (2001). In: Pädagogische Institutionen, hg. von Eckart Libau, Doris Schuhmacher-Chilla und Christoph Wulf, Weinheim, 141 - 156 (mit Anja Tervooren und Stephan Sting).
  • Die Vierte Welt beginnt bei den Müllkippen (August 1994). Süddeutsche Zeitung.


Volltexte


Seminare

SoSe 2003: Körper Spiele Medien

Beginnend mit einer spielerischen Einführung in sozialwissenschaftliche Spieltheorie werden Fernseh- und Videospiele in den Blick genommen, ebenso wie spielerische Formen der Gemeinschaftsbildung im Internet im Vergleich zu fernsehbezogener Gemeinschaftsbildung. Welche Formen der Gemeinschaft bilden sich vor den Bildschirmen und wie konstituieren sich Gemeinschaften als virtuelle Gemeinschaften? Was macht die Lust des Fernsehens, Videospielens, Chattens (oder weiterer www-angebote) aus? Welche verschiedenen Körpermodelle werden hierbei deutlich? Inwiefern sind diese Körpermodelle gegendert? Wie und mit welchen Unterschieden konstituieren sich Gemeinschaften in bezug auf old und new media? Anhand empirischer Beispiele soll diesen Fragen nachgegangen und verschiedene Beziehungskonfigurationen von Körper, Gemeinschaft und Medien herausgearbeitet werden.

SoSe 2000: Medien und Gemeinschaft

Gesellschaftliche Wirkung, Bedeutung und Funktion von elektronischen Medien im allgemeinen und des Fernsehens als angenommenem Leitmedium im besonderen werden bis heute stark kontrovers diskutiert. Diesem zentralem Themengebiet der Öffentlichkeitsgesellschaft, das die Erziehung und somit die Erziehungswissenschaft unmittelbar tangiert, nähert sich die Lehrveranstaltung zunächst über die Erarbeitung eines Medienbegriffs, um dann zentrale aktuelle und klassische medientheoretische Texte zu diskutieren. Das fokussierte Interesse der Lehrveranstaltung speist sich aus der Frage nach dem Beziehungsverhältnis zwischen Medium und Konsumierenden/Reziepierenden/Gemeinschaft. Dieses theoretisch verschieden konzipierte Verhältnis weist sich als zentrale "Sollbruchstelle" der theoretischen Konzeptionen aus. Aus diesem Grund werden in einem dritten Teil der Lehrveranstaltung empirische Untersuchungen herangezogen und vergleichend gegen die theoretischen Entwürfe gestellt. Die Lehrveranstaltung führt in die wissenschaftliche Auseinandersetzung um elektronische Medien ein, vorbereitende Textarbeit ist für die Erarbeitung des Themengebietes unerlässlich.


Vorträge

  • LAN-Parties - Erspielte Rituale? Gemeinschaftsbildung zwischen Ritual und Spiel in Netz-Communities. Kooperationstreffen "Ritualbegriff und Ritualanalyse" der kulturwissenschaftlichen Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Universität Konstanz (31.10.2003, mit Benjamin Jörissen)
  • Games People Play, acadamy of converging media, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (28.7.2003)
  • Das Spiel mit dem Tod. Bild, Körper und Raum in Action-Computergames, Tagung "Ikonologie des Performativen" im Rahmen des Sonderforschungsbereichs "Kulturen des Performativen", Berlin (14.6.2003, mit Benjamin Jörissen)
  • Inszenierte Sexualität in der Kinderkultur, HS „Kinder und jugendkulturelle Verhandlungen von Geschlecht und Sexualität“, Freie Universität Berlin (3.6.2003)
  • Religiöse Funktion des Fernsehens: Genesis light. Theologisches Seminar der Humboldt Universität zu Berlin (14.1.2003)
  • Sex sells? Die Sexualisierung der Jugendkultur. Expertenrunde der Redaktion Zeitpunkte, Radio Kultur, Sender Freies Berlin (28.11.2002)
  • Games People Play. Vortrag und ganztägiger work-shop, content + creation intensive course cooperative systems, acadamy of converging media, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (17.7.2002)
  • „Das neue Basic“ oder: Vom Ritual der Schönheit. Mediale Inszenierung und rituelle Aufführung. Internationale Jahrestagung Rituale des Sonderforschungsbereichs Kulturen des Performativen, Haus der Kulturen der Welt, Berlin (1.12.2001)
  • Collapsing Towers. Pictures of Power and Power of Pictures. Tagung The Use of Culture in Education - From Shared Meanings ot Contest and Competition, Stockholms universitet (28.9.2001)
  • Television as Performative Medium: Its Role in Peer Group Building. Symposion Education for Social Democracies - Changing Forms and Sites, Institute of Education, University of London (3.7.2000, mit Stephan Sting)
  • Media Rituals – Transforming Media Experience into Peer-Practice. 5e Biennale de l'Education et da la Formation, Sorbonne, Paris (14.4.2000, mit Anja Tervooren)
  • Medien zwischen Institution und Ritual. Die Gestaltung von Medienritualen in Peer-Groups. Tagung Anthropologie pädagogischer Institutionen, Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Kommission Pädagogische Anthropologie, Essen (30.10.1999, mit Anja Tervooren und Stephan Sting)