Mimetische Weltzugänge

Gunter Gebauer, Christoph Wulf (Hrsg.):
Mimetische Weltzugänge.
Stuttgart 2003

Mimetische Weltzusammenhänge

Beschreibung:

Die Bedeutung von Mimesis für Kultur, Gesellschaft und Kunst ist in der letzten Zeit wiederentdeckt worden. Heute wird sie als Grundkonzept der Anthropologie entworfen. Die Welt erschließt sich dem Menschen über mimetische Zugänge. Wir werden zu sinnvoll handelnden sozialen Wesen, wenn wir die Ordnung der Welt in unser regelhaftes Verhalten aufnehmen und sie auf unsere Weise noch einmal machen. Als symbolisch gemachte wird diese Welt unabhängig und existiert als soziale Regel, als ästhetischer Schein und als Fiktion.

Mimetische Prozesse lassen sich vom körperlichen Handeln bis zu ästhetischen Produktionen verfolgen, vom Konkreten bis zum Fiktiven. Der Band beschreibt ihre Wirkungsweisen zuerst auf der Ebene der sozialen Praxis, dann auf der von Ritualen und Spielen, schließlich auf jener des Ästhetischen. Er wendet sich an Leser mit Interesse an Literatur-, Theater-, Kulturwissenschaft, Pädagogik und Philosophie.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Mimesis in der Kultur

  1.  Konzepte der Mimesis von Platon bis Derrida
  2.  Mimesis als anthropologischer Begriff
  3.  Zeitmimesis - Über den alltäglichen und literarischen Gebrauch von Zeit

II. Mimesis in der Ästhetik

 4. Mimesis in der Ästhetik

 5. Ästhetische Wege zur Welt - Über das Verhältnis von Mimesis und Erziehung

 6. Mimesis und der Schein des Schönen

 7. Mimesis des Schönen und die Proust´schen Enttäuschungen

 8. Der unbekannte Erzähler. Wer erzählt eine Erzählung?

III. Mimesis in der sozialen Welt

 9. Mimesis als Begriff der Sozialwissenschaften

10. Soziale Mimesis

11. Mimetische Grundlagen sozialen Handelns Weltaneignung und rituelle Praxis

12. Spiel, Sprache, Körper