Formen des Religiösen. Pädagogisch-anthropologische Annäherungen

Band 14:Christoph Wulf,Hidegard Macha, Eckart Liebau (Hrsg.)

Formen des Religiösen. Pädagogisch-anthropologische Annäherungen.

2004. 383 Seiten. Broschiert. ISBN 3-407-32054-X

 

Wie forscht man in Erziehung , Bildung und Sozialisation über Religion, ohne, das Thema in unzulässiger Weise zu reduzieren? Geht es doch gerade um das Andere der Vernunft, also um Bereiche und Erfahrungen menschlichen Lebens, die besondere Formen der Annäherung erfordern. Fragen der Religion überschreiten Vernunft und Wissenschaft und konfrontieren die Menschen mit ihren Grenzen. Sie verweisen auf Aspekte der Existenz, die im Alltag häufig wenig betrachtet werden. Religion und Glaube, Heiliges und Sakrales haben eine kollektive, Gemeinschaft konstituierende Seite, die sich darin zeigt, dass Probleme der Entstehung des menschlichen Lebens und der Gemeinschaft, des Sinns der Existenz und eines Lebens nach dem Tode behandelt werden und dadurch ein menschliches Grundbedürfnis nach Orientierung befriedigt wird.

 

In den modernen Gesellschaften verändern sich die Beziehungen zur Religion. Es entstehen neue Formen des Religiösen und der Weltfrömmigkeit. Religion wird zu einer Wahlmöglichkeit des Individuums und konkurriert mit anderen Weltanschauungen und Partialreligionen. Viele unterschiedliche Gruppen scheinen selbst zu heiligen Gemeinschaften zu werden, weil sie für ihre Mitglieder einen Selbstwert und ein Sinnreservoir in den primären Bindungen zur Verfügung stellen

und Werte realisieren, die auf Glück, Harmonie, Liebe, Vertrauen, Verstehen, Partizipation etc. bezogen sind. Neue Formen profaner Säkularität beeinflussen das Leben und lassen traditionelle Antworten häufig als überholt erscheinen.

 

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