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Arbeits-, Berufs- und Organisationspsychologie » Projekte » PROFIL – Professionalisierung und Integration der Lebenssphären



PROFIL – Professionalisierung und Integration der Lebenssphären

DFG-Projekt: PROFIL

Professionalisierung und Integration der Lebenssphären.
Geschlechtsspezifische Berufsverläufe in Medizin und Psychologie

Leitung:

 

Bearbeiterinnen:

 

 


 

 


Kurzbeschreibung des Projekts

Medizin und Psychologie sind Professionen, die Frauen und Männern nach gleicher Grundausbildung ein breites Spektrum an Spezialgebieten und Berufsverläufen bieten. Trotz gleicher Ausgangsbedingungen stellt sich die Frage, ob Frauen und Männer unterschiedliche Berufswege durchlaufen, die sie in unterschiedliche Tätigkeitsfelder und berufliche Positionen führen.

Die beiden ersten Hauptziele des Projektes richten sich zum einen auf die Beschreibung des Spektrums der außeruniversitären Spezialgebiete und Berufsverlaufsmuster in Medizin und Psychologie und zum anderen auf die Ermittlung des Geschlechterverhältnisses innerhalb dieser Gebiete und Verlaufsmuster. Zusätzlich zu diesen objektiv beschreibbaren Berufsverlaufsmustern sollen die darauf gerichteten subjektiven Erklärungen und Interpretationen (z. B. zu Erfolg im Beruf) sowie Bezüge zwischen dem Berufs- und Privatleben erfasst werden. Unser drittes Hauptziel gilt der Erklärung von Ungleichheiten zwischen den Berufsverläufen von Frauen und Männern im Kontext ihrer gesamten Lebensgestaltung.

Zur Bearbeitung dieser Fragestellungen wurden zunächst statistische Sekundäranalysen zur Professionsentwicklung und zu Geschlechterverhältnissen in beiden Berufsgruppen durchgeführt. Daran schloss sich eine schriftliche Befragung von 936 Professionsangehörigen an. Bei einer Rücklaufquote von 24% ergab sich eine Personenstichprobe von 585 PsychologInnen (Männer: 187, Frauen: 398) und 351 MedizinerInnen (Männer: 174, Frauen: 177).

Es zeigte sich, dass die Frauen signifikant häufiger diskontinuierliche Berufswege durchlaufen und seltener in höhere Positionen gelangen als die Männer. Später wurden dann aus den interviewbereiten Rücksendern des Fragebogens prototypische VertreterInnen der wichtigsten ermittelten Berufsverlaufsmuster sowie VertreterInnen besonders interessierender Gruppen (Personen ohne Kinder und beruflich besonders erfolgreiche Frauen) ausgewählt.

Insgesamt wurden ca. 100 Leitfadeninterviews mit einer Dauer von jeweils 1 ½ bis 2 Stunden durchgeführt. Die Auswertung dieser Interviews zielte auf voneinander abgrenzbare Formen der individuellen Lebensgestaltung, die das Verhältnis von Berufs- und Privatleben betreffen und in deren Kontext sich die unterschiedlichen Berufsverläufe herausgebildet haben: Wir fanden Formen einer "Segmentation", einer "Integration" sowie einer "Entgrenzung" von Berufs- und Privatleben. Es zeigte sich, dass diese individuellen Formen der Lebensgestaltung kaum getrennt von der Arbeits- und Rollenverteilung der Partner in Haushalt und Familie betrachtet werden können. Die Formen der individuellen Lebensgestaltung in Paarbeziehungen müssen als aneinander gekoppelte Bestandteile einer gemeinsamen Lebensgestaltung und Arbeitsteilung analysiert werden.

Aus diesem Grund werden in der letzten Projektphase mit einer Teilstichprobe der bereits interviewten Professionsangehörigen und deren Partnern Paarinterviews durchgeführt. Es soll untersucht werden, in welchem Maße die individuellen Formen von Integration, Segmentation und Entgrenzung des einen Partners zu entsprechend komplementären bzw. symmetrischen Formen der Lebensgestaltung beim anderen Partner „passen“ und in welchem Maße beide Partner ihre Berufsbiographien aufeinander abstimmen sowie welche außerberufliche Arbeitsteilung sich im Zusammenhang damit herausbildet.

Projektlaufzeit: 1.10.1998 - 30.9.2000 / 1.10.2000 - 30.9.2002 / 1.10.2002 - 30.9.2004

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Publikationen

2008

2005/06

2003

2002

2001

2000

1999

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Forschungsberichte

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Stand 06.10.2010

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