Evaluation der Initiative „ArbeiterKind.de“

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Annabell Daniel

Studentische Mitarbeiterin

Verena Döring

Kooperationspartner  

Prof. Dr. Kai Maaz, Universität Potsdam

Laufzeit                                           

01. Juni 2012 - 31. Mai 2014

Förderung                       

ArbeiterKind.de gemeinnützige UG zur Förderung des Hochschulstudiums von Nicht-Akademikerkindern

Projektbeschreibung

Der Zusammenhang zwischen der Bildungsbeteiligung im Hochschulbereich und der sozialen Herkunft ist ein in der Forschung gut dokumentierter Befund. Während Bildungskarrieren von Kindern aus Akademikerfamilien, auch unter Kontrolle der schulischen Leistung, überdurchschnittlich häufig in der Hochschule münden, sind Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien im tertiären Bildungsbereich deutlich unterrepräsentiert. Die Chance, ein Studium aufzunehmen, variiert in hohem Maße mit dem Bildungsstatus der Eltern, sodass sich der Zugang zur Hochschule als eine weitere Selektionsschwelle im deutschen Bildungssystem darstellt.

Die 2008 gegründete Initiative „ArbeiterKind.de“ verfolgt das Ziel, über eine weitgehende Ausschöpfung der Studierpotentiale bildungsferner Gruppen soziale Ungleichheiten am Übergang zur Hochschule abzubauen. Sie unterstützt Kinder aus Elternhäusern ohne akademischen Bildungshintergrund, um deren Benachteiligungen im Hinblick auf Informationsdefizite oder mangelnde Vertrautheit mit dem Hochschulsystem zu verringern.

Vor dem Hintergrund der Entwicklung von Bildungsungleichheiten ist daher von Interesse, auf welche Weise „ArbeiterKind.de“ am Hochschulübergang wirksam wird und welchen Beitrag die Initiative zur Erhöhung der Studierwahrscheinlichkeit bei Schülern aus bildungsfernen Familien leistet. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung wird auf Basis einer quantitativen Längsschnittstudie sowie qualitativen Interviews folgenden Fragestellungen nachgegangen:

  • Wie entwickeln sich die beruflichen und akademischen Orientierungen der Studienberechtigten?
  • Wie werden Unterstützungsmöglichkeiten bewertet und welchen Einfluss haben sie auf die Studienwahlentscheidung?
  • Inwiefern gelingt es „ArbeiterKind.de“, die Zielgruppe von Schülerinnen und Schüler mit einem nicht-akademischen Hintergrund zu erreichen?

Die Evaluation zielt darauf ab, den Erfolg der Maßnahmen zum Abbau sozial selektiver Hürden bei der Bildungsteilhabe zu messen und die Wirksamkeit der Initiative zu untersuchen.