Annabell Daniel, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Adresse
Raum KL 24/322
  • 2006 Abitur
  • 2006-2009 Bachelor-Studium der Erziehungswissenschaft und Lehr-, Lern- und Trainingspsychologie an der Universität Erfurt
  • 2009-2011 Master-Studium der Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung im Bildungswesen an der Georg-August-Universität Göttingen
  • 2009-2011 Studentische Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Allgemeine Pädagogik und Schulpädagogik, Pädagogisches Seminar der Georg-August-Universität Göttingen
  • 2011 Master of Arts; Thema der Masterarbeit: Der Einfluss von Emotionen auf individuelle Zielorientierungen im Lern- und Leistungskontext
Profilwahlen in der Sekundarstufe I

Zum Zusammenspiel von Kognition, Leistung und Motivation

Noch als Kinder treten Schülerinnen und Schüler mit Beginn der 7. Klasse in die gymnasiale Mittelstufe ein, die sie am Ende der Klassenstufe 10 als Jugendliche wieder verlassen werden. In diesem Zeitraum durchlaufen die Schülerinnen und Schüler eine zentrale Entwicklungsphase auf dem Weg zum Erwachsenwerden, die durch kognitive, soziale und emotionale Veränderungen bestimmt wird. Gleichzeitig kommen in der Schule neue Fächer hinzu und die Ansprüche steigen, während das Interesse an schulischen Aufgaben stetig sinkt. Wie kann Schule in dieser Phase den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden und wie können institutionelle Rahmenbedingungen gestaltet werden, um interessengeleitetes Lernen optimal zu fördern?  Über die Wahl eines fachlichen Profils werden Schülerinnen und Schülern die entsprechenden Opportunitäten geboten, um eigene Interessen zu verfolgen und stärker neigungsorientiert zu lernen. Andererseits bedeutet eine Profilbildung in der Mittelstufe eine zusätzliche schulinterne Differenzierung nach Begabungen, die mit unterschiedlichen Entwicklungschancen und -risiken verbunden sein kann. Bislang liegen kaum Forschungsbefunde zu den Konsequenzen fachlicher Schwerpunktsetzungen für die Leistung, Kognition und Motivation der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I vor. Das Projektvorhaben möchte daher an diesen Desideraten ansetzen und folgenden Fragestellungen nachgehen:

  • Wie wirken sich Profilbildungsmaßnahmen auf die Entwicklung akademischer Selbstkonzepte und Interessen aus?
  • Wie hängt die Entwicklung des Selbstkonzepts und der Interessen mit der Entwicklung schulischer Leistungen zusammen?
  • Inwiefern unterstützt eine frühe fachliche Schwerpunktsetzung die Herausbildung spezifischer beruflicher Interessen? 

Durch die Beantwortung dieser und weiterer Fragen sollen wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen werden, inwieweit das Lernen und die Interessenentwicklung der Schülerinnen und Schüler durch eine Erweiterung des pädagogischen Angebots in der Sekundarstufe I unterstützt werden.

Publikationen

  • Watermann, R., Daniel, A. & Maaz, K. (2014). Primäre und sekundäre Disparitäten des Hochschulzugangs: Erklärungsmodelle, Datengrundlagen und Entwicklungen. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 24 (Sonderheft 24), 233-261.
  • Daniel, A. & Watermann, R. (2013). Zum Zusammenhang von Ängstlichkeit, Lernfreude und Zielorientierungen im schulischen Kontext. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 60(4), 295-306.
  • Maaz, K., Watermann, R. & Daniel, A. (2013). Effekte sozialer Herkunft auf den Übergang zur Hochschule. In J. Asdonk, S. Kuhnen, P. Bornkessel (Hrsg.), Von der Schule zur Hochschule. Analysen, Konzeptionen und Gestaltungsperspektiven des Übergangs (S. 50-76), Münster: Waxmann.

Tagungsbeiträge

  • Daniel, A. (2016). Soziale Herkunft und (erwartungswidriger) Bildungserfolg am Übergang zur Hochschule – eine erziehungswissenschaftliche Perspektive. Vortrag auf der 4. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) vom 09. bis 11. März 2016, Berlin.
  • Cohrs, V., Daniel, A. & Watermann, R. (2016). Welchen Einfluss hat die soziale Herkunft auf das Risiko eines Studienabbruchs? Vortrag auf der 4. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) vom 09. bis 11. März 2016, Berlin.
  • Daniel, A. & Watermann, R. (2015). Verringerung sozialer Ungleichheiten beim Hochschulzugang durch Interventionen? Eingeladener Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) , 06. Oktober 2015, Hannover
  • Cohrs, V., Daniel, A. & Watermann, R. (2015). Studienabbruch als rationale Bildungsentscheidung? Poster präsentiert auf der 2. Jahrestagung des Berlin Interdisciplinary Education Research Network, 17.-18.09.2015, Berlin.
  • Daniel, A. (2015). Hürden beim Zugang zur Hochschule. Eingeladener Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Zugänge zu Hochschulen" der Landeshauptstadt Kiel, 13. Juli 2015, Kiel.
  • Daniel, A., Watermann, R. & Maaz, K. (2015). Effekte einer Schulintervention auf zentrale Determinanten der Studienentscheidung. Vortrag auf der 3. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) vom 11. bis 13. März 2015, Bochum.
  • Daniel, A., Watermann, R. & Maaz, K. (2014). Die Stabilität zentraler Determinanten der Studienwahlentscheidung und der Einfluss des Explorationsverhaltens. Vortrag auf der 2. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) vom 03. bis 05. März 2014, Frankfurt am Main.
  • Daniel, A. (2014). Effekte sozialer Herkunft auf den Hochschulzugang. Eingeladener Vortrag im Rahmen der Human-Rights-Lectures am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, 08. Juli 2014, Berlin.
  • Daniel, A. & Watermann, R. (2013). The association between trait anxiety, joy of learning and achievement goals in academic settings. Poster presented at the Annual Meeting of the American Educational Research Association (AERA), 27.04.-01.05.2013, San Francisco.