TARGET

„Tat- und Fallanalysen hochexpressiver zielgerichteter Gewalt (TARGET)“

 

Im Rahmen des Forschungsverbundes TARGET werden alle deutschen Fälle hochexpressiver, zielgerichteter Gewalt durch jugendliche Einzeltäter (Amok, School Shooting, terroristische Einzeltaten) unter verschiedenen Perspektiven analysiert. Ziel ist es, den Entwicklungsprozess im Vorfeld einer Tat und den Tatablauf zu beschreiben und interdisziplinär konsensfähige, empirisch-begründete Entwicklungsmodelle zu erarbeiten. In einem zweiten Schritt sollen diese Vorfälle ähnlichen Taten gegenübergestellt werden: Hierfür werden Vergleichsgruppen wie Amokläufe von Erwachsenen, terroristische Anschläge von Einzeltätern und Tötungsdelikte von Jugendlichen definiert und Vergleichsfallanalysen vorgenommen, um mögliche Risikofaktoren zu überprüfen.

 

Durch die Untersuchung und aus dem Vergleich bisheriger Taten jugendlicher Einzeltäter in Deutschland sollen Erkenntnisse zur Gewaltprävention abgeleitet werden.

 

Neben Wissenschaftlern aus Psychologie, Kriminologie, Psychiatrie/Forensik, Soziologie und Pädagogik sind auch Institutionen aus der Praxis einbezogen – etwa Polizei und Medienverbände.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:
www.target-projekt.de

 

Verbundkoordinator:

  • Freie Universität Berlin, Prof. Dr. Herbert Scheithauer, Entwicklungs- und Klinische Psychologie

 

Verbundpartner:

  • Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Britta Bannenberg

  • Universität Bielefeld, Prof. Dr. Andreas Zick, Konflikt- und Gewaltforschung

  • Universität Konstanz, Prof. Dr. Jerome Endrass

  • Deutsche Hochschule der Polizei, Prof. Dr. Thomas Görgen

  • Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement Darmstadt, Dr. Jens Hoffmann

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben in den kommenden drei Jahren mit mehr als drei Millionen Euro.