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Arbeitsbereich Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie


Der Arbeitsbereich Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie begrüßt Sie!

Der Arbeitsbereich wurde im April 2004 gegründet.

Thematische Schwerpunkte des Arbeitsbereiches in Forschung und Lehre liegen in den Bereichen

AdresseHabelschwerdter Allee 45
Raum JK 25/122c
14195
Stufenloser Zugang über eine Rampe oder direktBehindertengerechter ParkplatzBehindertengerechter Aufzug mit einer Grundfläche von min. 140 x 110 cmBehindertengerechte Toilette
SekretariatMadita Siddique
Telefon(030) 838-542 31
Fax(030) 838-458 903
E-Mailentwicklung(at)zedat.fu-berlin.de
Homepagewww.developmental-science.de
LeitungProf. Dr. Herbert Scheithauer

Sprechzeiten

Sprechstunde:

  • in der Vorlesungszeit - Mittwoch, 17 Uhr, JK 25/122g
  • in den Semesterferien - s. unter "News"

Scheinabholung:

  • Bitte per Email Termin anfragen.
Foto © Anja Schindel
  • Was ist "Entwicklungswissenschaft" (Developmental Science)?

"Die Entwicklungswissenschaft (Developmental Science) widmet sich der Erforschung biopsychosozialer Mechanismen, die sowohl der abweichenden als auch der normalen Entwicklung zugrunde liegen. Sie beschränkt sich nicht auf die bloße Beschreibung abweichenden Verhaltens in einem bestimmten Alter, sondern untersucht das dynamische Wechselspiel von biopsychosozialen Risiko- und Schutzbedingungen in der Entwicklung über die Lebensspanne. Um die Komplexität der angepassten und fehlangepassten Entwicklung angemessen erfassen zu können, bedient sie sich eines interdisziplinären Ansatzes. Der Fokus liegt dabei auf psychischen und Verhaltensphänomenen. Körperliche Erkrankungen, Behinderungen, deren Entstehung sowie die allgemeine körperliche Entwicklung finden in dem Maße Berücksichtigung, in dem sie einen Einfluss auf die angepasste und fehlangepasste kognitive, emotionale und/oder soziale Entwicklung haben."

(Definition aus Petermann, Niebank & Scheithauer [2004].
Entwicklungswissenschaft. Heidelberg: Springer.)

Die Entwicklungswissenschaft geht damit über den klassischen Bereich der Entwicklungspsychologie hinaus und integriert Aspekte der Genetik, Neuropsychologie und Neuroanatomie sowie der Klinischen Psychologie. Sie weist zudem Überschneidungen zur Entwicklungspsychopathologie auf.

Themen der entwicklungspsychologisch- und pädagogisch-psychologischen Grundlagenforschung liegen in den Bereichen

  • der vorschulischen Bildung, Gesundheit und Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen und sozialer Fertigkeiten,
  • der Untersuchung von Geschlechtsunterschieden in der Entwicklung unprototypischer Formen aggressiven Verhaltens (z.B. indirekte, relationale Aggression) im Kindes- und Jugendalter,
  • der Untersuchung von Bullying unter Schülern und Bullying gegenüber Lehrern.

Die Durchführung der Projekte in den Forschungsschwerpunkten erfolgt in Kooperation und Zusammenarbeit mit verschiedenen Instituten und Einrichtungen.

  • Was ist "Angewandte Entwicklungspsychologie"?

Die Angewandte Entwicklungspsychologie setzt - im Falle unseres Arbeitsbereiches - die Erkenntnisse aus der Entwicklungswissenschaft in konkreten, anwendungsorientierten Bereichen (z.B. Prävention) praktisch um.

So fließen beispielsweise entwicklungsbezogene Erkenntnisse in die Gestaltung von entwicklungsorientierten Maßnahmen zur Prävention von Aggression und Gewalt im Kindergarten und in der Schule oder in die entwicklungsorientierte Gestaltung von psychotherapeutischen Interventionen ein.

Die Angewandte Entwicklungspsychologie bezieht sich insbesondere auf Kompetenzen

  • Forschung und Evaluationen zu planen und durchzuführen, die sich auf anwendungsorientierte, praktische Probleme beziehen, wie sie unter realen Bedingungen auftreten,
  • entwicklungs- und kultursensitive Erhebungsstrategien und -instrumente zu entwickeln und anzuwenden, die sowohl Entwicklungsrisiken als auch Stärken und Ressourcen erfassen,
  • entwicklungsorientierte Interventionen und Präventionen sowie Beratungsansätze zu konzipieren, zu entwickeln und durchzuführen sowie zu evaluieren,
  • grundlegendes Wissen über die lebenslange Entwicklung aufzubereiten und Praktikern, Organisationen und politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung zu stellen, insbesondere bezogen auf die Bereiche Kindesentwicklung, Familie und Gesundheit.

Anwendungsorientierte Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereiches liegen in den Bereichen

  • der entwicklungsorientierten Sucht- und Gewaltprävention im Kindergarten (Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und Prävention von Verhaltensproblemen im Kindergarten, z.B. Papilio),
  • der Delinquenz- und Gewaltprävention in Schulen und im Jugendalter (Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und zivilcouragierten Verhaltens Jugendlicher, z.B. fairplayer) sowie
  • der Prävention schwerer zielgerichteter Formen von Gewalt an Schulen.

 

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