Nationale und Internationale Kooperationsprojekte

Laufende Projekte

Lernmotivation: Erfassung, Struktur und Entwicklung

Laufzeit: 2011-2016

Die Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern bestimmt wesentlich ihre Anstrengungsbereitschaft, ihre Laufbahn und ihren Erfolg in der Schule. Wesentliche Komponenten der Lernmotivation sind die Leistungsängstlichkeit, das akademische Selbstkonzept und das schulische Interesse, die jeweils fachspezifisch und/oder fächerübergreifend konzeptualisiert werden. Ziel des vorliegenden Projekts ist es, die Erfassung, Struktur und Entwicklung der Lernmotivation systematisch zu untersuchen. Hierzu arbeiten wir eng zusammen mit Prof. Dr. Preckel (Universität Trier), Prof. Dr. Götz (Universität Konstanz) und Prof. Dr. Martin (Universität Luxemburg).

 

Ausgewählte Publikationen:

Brunner, M., Lüdtke, O. & Trautwein, U. (2008). The internal/external frame of reference model revisited: Incorporating general cognitive ability and general academic self-concept. Multivariate Behavioral Research, 43, 137-172.

Brunner, M., Keller, U., Dierendonck, C., Reichert, M., Ugen, S. , Fischbach, A. & Martin, R. (2010). The structure of academic self-concepts revisited: The nested Marsh/Shavelson model. Journal of Educational Psychology, 102, 964-981.

Brunner, M., Keller, U., Hornung, C., Reichert, M. & Martin, R. (2009). The cross-cultural generalizability of a new structural model of academic self-concepts. Learning and Individual Differences, 19, 387-403.

Gogol, K. M., Brunner, M., Goetz, T., Martin, R., Ugen, S., Keller, U., Fischbach, A., & Preckel, F. (2014). “My questionnaire is too long!” The assessment of motivational-affective constructs with three items and single-item measures. Contemporary Educational Psychology, 39, 188-205.

Niepel, C. , Brunner, M. & Preckel, F. (2014). The Longitudinal Interplay of Students’ Academic Self-Concepts and Achievements Within and Across Domains: Replicating and Extending the Reciprocal Internal/External Frame of Reference Model. Journal of Educational Psychology, 106, 1170-1191.


Abgeschlossene Projekte

PELEDU: Persönlichkeit, Bildungsprozesse und das Erreichen von Lebenszielen

Laufzeit: 2012-2015

Persönlichkeitseigenschaften sind für die eigene, aber auch für die ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung hochrelevant. Denn Persönlichkeitseigenschaften, wie z.B. Gewissenhaftigkeit, sind prädiktiv für Bildungserfolg, Berufserfolg und Gesundheit über die gesamte Lebensspanne. Insbesondere die Wirkung von Persönlichkeitsprozessen auf Bildungserträge ist von besonderer Bedeutung, da Bildung das Erreichen einer Vielzahl von wichtigen Ergebniskriterien (wie Gesundheit oder Berufserfolg) ermöglicht und Persönlichkeit somit nachhaltig, kumulativ-indirekte Effekte über die Lebensspanne entfalten kann. Wichtig ist hierbei aber zu bedenken, dass es bisher wenige Langzeitstudien gibt, die die Wirkung von Persönlichkeit im Kindesalter auf die individuelle Entwicklung empirisch untersuchen konnten. Das PELEDU-Projekt (Personality in Learning and Education) setzte hier an und analysierte in mehreren Teilstudien das langfristige Zusammenwirken von Persönlichkeit und Bildung auf (a) schulischen Erfolg, (b) Berufserfolg, (c) Berufszufriedenheit und (d) (Gesundheit. Die Daten stammten hierfür aus nationalen Ergänzungen der luxemburger PISA-Studie sowie aus der luxemburger MAGRIP-Studie (s.u.), an der eine repräsentative Stichprobe von Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 Jahren zu Ende ihrer Grundschulzeit und dann nochmal 40 Jahre später im Alter von 52 Jahren teilnahmen. PELEDU wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Oliver Lüdtke (IPN Kiel), Prof. Dr. Brent Roberts (University of Illinois) und Prof. Dr. Romain Martin (Universität Luxemburg) durchgeführt und vom Luxemburgischen Fonds National de la Recherche gefördert.

 

Ausgewählte Publikationen:

Spengler, M., Roberts, B., Martin, R., Lüdtke, O. & Brunner, M. (im Druck). The kind of student you were in elementary school predicts mortality. Journal of Personality.

Spengler, M., Brunner, M., Damian, R., Roberts, B., Lüdtke, O. & Martin R. (im Druck). Does it help to be a responsible student? - Student Characteristics and Behaviors at age 12 predict Occupational Success 40 Years later over and above childhood IQ and parental SES. Developmental Psychology.

Spengler, M., Lüdtke, O., Martin, R. & Brunner, M. (2013). Personality is related to educational outcomes in late adolescence: Evidence from two large-scale achievement studies. Journal of Research in Personality, 47, 613-625.


 LANGNUM

Laufzeit: 2011 – 2014

Bilingualismus ist ein zentrales Kennzeichen des luxemburgischen Bildungssystems, um die Schülerinnen und Schüler für die zukünftigen Herausforderungen im globalisierten Arbeitsmarkt vorzubereiten: (a) Das Erlernen von mehreren Sprachen ist ein zentrales Ziel des luxemburgischen Lehrplans. Daher wird sowohl auf Deutsch und Französisch gelehrt. (b) Jugendliche sind daher (in unterschiedlichem Ausmaß) bilingual kompetent in diesen beiden Sprachen. (c) Die Sprache, in der Mathematik gelehrt wird, wechselt beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe von Deutsch auf Französisch. Das Erlernen von zwei verschiedenen Sprachen kann sich auf einfache (z.B. arithmetische Operationen wie Addition) aber auch komplexe (z.B. Modellieren und Problemlösen) mathematische Fähigkeiten der Jugendlichen auswirken. Beispielsweise unterscheidet sich die Zahlsyntax zwischen Deutsch und Französisch (24: “vierundzwanzig” im Deutschen entspricht “vingt-quatre” [also zwanzig-vier] im Französischen). LANGNUM untersuchte daher den Zusammenhang von Sprache und mathematischen Fähigkeiten bei bilingualen Jugendlichen in Luxemburg. Insbesondere gingen wir für bilinguale Jugendliche in Luxemburg den Fragen nach, (a) welche Lehrsprache sie beim Verarbeiten numerischer Informationen verwenden, (b) wie die Zahlsyntax die Verarbeitung numerischer Informationen beeinflusst und (c) wie die sprachliche Kompetenz sich auf einfache und komplexe mathematische Fähigkeiten auswirkt. Datengrundlage bildeten zwei experimentelle Studien sowie die Daten aus den Luxemburger Épreuves Standardisées. LANGNUM wurde in enger Kooperation mit Dr. Ugen (Universität Luxemburg), Prof. Dr. Christine Schiltz (Universität Luxemburg) und Prof. Dr. Karin Landerl (Universität Graz) durchgeführt und vom Luxemburgischen Fonds National de la Recherche gefördert.

 

Ausgewählte Publikationen:

Van Rinsveld, A., Schiltz, C., Brunner, M., Landerl, K. & Ugen, S. (2016). Solving arithmetic problems in first and second language: does the language context matter?. Learning and Instruction, 42, 72-82.

Van Rinsveld, A., Brunner, M., Landerl, K., Schiltz, C. & Ugen, S. (2015). The relation between language and arithmetic in bilinguals: insights from different stages of language acquisition. Frontiers in Developmental Psychology, 6.


MAGRIP

Laufzeit: 2008 – 2013

Das Projekt MAGRIP untersuchte wie kognitive, persönliche und sozio-ökonomische Ressourcen von Grundschulkindern über ihre spätere Bildungs- und berufliche Laufbahn mediiert werden, um zentrale Lebensziele im mittleren Erwachsenenalter (sozio-ökonomischer Erfolg, Gesundheit, erfolgreiche kognitive Entwicklung und subjektives Wohlbefinden) zu erreichen. MAGRIP war hierzu als langfristige Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten über vierzig Jahre angelegt. 1968 bearbeitete eine für Luxemburg repräsentative Stichprobe von über 2800 Kindern am Ende der Grundschule (im Alter von etwa 12 Jahren) eine standardisierte Intelligenztestbatterie, einen Persönlichkeitsfragebogen, und Fragen zu ihrem sozio-ökonomischen Hintergrund. Ebenso lagen Daten zu ihrem schulischen Werdegang in der Grundschule vor. Ende 2008, beziehungsweise Anfang 2009 beantworteten 740 dieser ehemaligen Schülerinnen und Schüler im Alter von nunmehr etwa 52 Jahren ein Interview zu ihrer schulischen und beruflichen Karriere sowie einen umfassenden Fragebogen zu ihrer Gesundheit und zu ihrem subjektiven Wohlbefinden. In etwa die Hälfte dieser Personen bearbeitete nochmals dieselbe Intelligenztestbatterie wie 1968. Diese Erwachsenenstichproben waren weitestgehend repräsentativ für die ursprüngliche Schülerstichprobe aus dem Jahr 1968. Drei Dissertationsprojekte werteten die MAGRIP Datenbasis zum Zusammenhang von Intelligenz, schulischer Laufbahn und (a) Gesundheit, (b) subjektivem Wohlbefinden und (c) erfolgreichem kognitiven Altern aus. Das Dissertationsprojekt zur Gesundheit wurde in enger Kooperation mit Dr. Getraud Stadler (Columbia University New York) durchgeführt. Die Dissertationsprojekte wie auch die Datenerhebung von MAGRIP und die Analyse zum sozio-ökonomischen Erfolg wurden vom Luxemburgischen Fonds National de la Recherche gefördert.

 

Ausgewählte Publikationen:

Brunner, M. & Martin, R. (Hrsg.) (2011). Die MAGRIP-Studie (1968-2009). Wie beeinflussen sozio-kognitive Merkmale von Kindern im Grundschulalter und ihre Bildungswege ihr späteres Leben als Erwachsene in Luxemburg?. Luxemburg: Universität Luxemburg, Forschungseinheit EMACS. Verfügbar unter http://www.statistiques.public.lu/fr/publications/thematique/conditions-sociales/magrip/uniMAGRIP2011.pdf.

Chmiel, M. , Brunner, M., Keller, U., Schalke, D. , Wrulich, M. & Martin, R. (2012). Does childhood general cognitive ability at age 12 predict subjective well-being at age 52?. Journal of Research in Personality, 46, 627–631.

Fischbach, A. , Baudson, T. G., Preckel, F., Martin, R. & Brunner, M. (2013). Do Teacher Judgments Predict Life Outcomes?.Learning and Individual Differences, 27, 109-119.

Schalke, D. , Brunner, M., Geiser, C., Preckel, F. & Martin., R. (2013). Stability and change in intelligence from age 12 to age 52: Results from the Luxembourg MAGRIP study. Developmental Psychology, 49, 1529-1543.

Wrulich, M. , Brunner, M., Stadler, G., Schalke, D. , Keller, U. & Martin, R. (2014). Forty years on: Childhood intelligence predicts health in middle adulthood. Health Psychology, 33, 292-296.

Wrulich, M., Brunner, M., Stadler, G., Schalke, D., Keller, U., Chmiel, M. & Martin, R. (2013). Childhood Intelligence and Adult Health: The Mediating Role of Education and Socio-Economic Status. Intelligence, 41, 490-500.


COGSIM

Laufzeit: 2009 – 2012

COGSIM entwickelte ein neues computer-basiertes Instrument, das Genetics Lab, zur Erfassung der Kompetenz zum komplexen Problemlösen von Schülerinnen und Schülern.Im Genetics Lab untersuchen die Jugendlichen in einem computersimulierten Genlabor, wie Gene die Eigenschaften von insgesamt 12 fiktiven Lebewesen beeinflussen. In einer ersten Forschungsphase manipulieren hierzu die Schülerinnen und Schüler die Gene und beobachten anhand von Diagrammen die Auswirkungen dieser Manipulationen auf die Eigenschaften eines Lebewesens. Das konzeptuelle Wissen zum Zusammenhang zwischen Genen und Eigenschaften, das sie dabei gewinnen, tragen Sie in eine Datenbank ein. In einer zweiten Kontrollphase nutzen sie ihr erworbenes Wissen, um vorgegebene Zielzustände der Eigenschaften durch gezielte Manipulationen der Gene zu erreichen. Die umfangreichen behavioralen Daten, die im Rahmen des Genetics Lab gewonnen werden, geben detaillierten Aufschluss über die angewendeten Lösungsstrategien sowie das gewonnene konzeptuelle und prozedurale Wissen der Schülerinnen und Schüler. Nach zwei erfolgreichen Pilotierungsstudien mit jeweils 70 Schülerinnen und Schülern im Jahr 2010, wurden die psychometrischen Eigenschaften des Genlabor im Februar und März 2011 an einer großen Stichprobe von insgesamt etwa 600 Jugendlichen (in den Klassenstufen 9 und 11 der luxemburgischen Gymnasien und Realschulen) evaluiert. COGSIM wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Joachim Funke (Universität Heidelberg), Prof. Romain Martin und Prof. Samuel Greiff (beide Universität Luxemburg) und dem luxemburgischen Centre de Recherche Henri Tudor durchgeführt. Der Luxemburgische Fonds National de la Recherche förderte COGSIM.

 

Ausgewählte Publikationen:

Sonnleitner, P. , Keller, U., Martin, R., & Brunner, M. (2013). Students’ Complex Problem Solving Abilities: Their Structure and Relations to Reasoning Ability and Educational Success. Intelligence, 41,289–305.

Sonnleitner, P. , Brunner, M., Keller, U. & Martin, R. (2014). Differential relations between facets of complex problem solving and students’ immigration background. Journal of Educational Psychology, 106, 681-695.

Sonnleitner, P. , Brunner, M., Greiff, S., Funke, J., Keller, U., Martin, R., Hazotte, C., Mayer, H. & Latour, T. (2012). The Genetics Lab. Acceptance and psychometric characteristics of a computer-based microworld to assess complex problem solving. Psychological Test and Assessment Modeling, 54,54-72.


Épreuves Standardisées (ÉpStan)

Laufzeit: 2006-2012

Das Hauptziel der Épreuves Standardisées (frz. für standardisierte Prüfungen; kurz:EpStan) ist es, pädagogische Entscheidungsträger zum Lernstand, zur Lernmotivation und zur schulischen Lernumwelt von Schülerinnen und Schülern in Luxemburg zu informieren. An EpStan nahmen hierzu bis zum Jahr 2012 jedes Jahr im Herbst –zu Beginn des Luxemburgischen Schuljahres– alle (das sind insgesamt etwa 15.000) Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 3, 7 und 9 teil. In der 3. Klassenstufe der Grundschule bearbeiteten die Kinder Tests zur mathematischen Kompetenz, zur Lesekompetenz in Deutsch und zum Hörverstehen in Deutsch. In der 9. Klassenstufe bearbeiteten die Jugendlichen Tests zur mathematischen Kompetenz, zur Lesekompetenz in Deutsch und zur Lesekompetenz in Französisch. Alle Instrumente in der 9. Jahrgangsstufe wurden computerbasiert administriert; die Daten wurden über das Internet erhoben. Die Definition der Kompetenzniveaus in den Klassenstufen 3 und 9 folgte den Vorgaben in den Luxemburgischen Bildungsstandards. Zusätzlich bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in der 3. und 9. Klassenstufe sowie in der 7. Klassenstufe (also direkt nach dem Übertritt in die Sekundarstufe) einen Fragebogen zu ihrem sozio-demographischen Hintergrund, zu ihrer Lernmotivation und zum Schul- und Klassenklima. Erste Ergebnisse aus EpStan wurden zeitnah (bereits einige Wochen nach Abschluss der Datenerhebung) an die Lehrkräfte der beteiligten Schulklassen rückgemeldet. Im Februar und März des darauffolgenden Jahres erhielten die Lehrkräfte der beteiligten Klassen, die Schulleitung und das Bildungsministerium detaillierte Ergebnisberichte. Seit dem Schuljahr 2010/2011 wurden den Lehrkräften auch die individuellen Leistungen bei den Kompetenztests der Schülerinnen und Schüler ihrer Klassen zurückgemeldet. EpStan wurde zusammen von Prof. Brunner und Prof. Dr. Romain Martin (Universität Luxemburg) geleitet und vom luxemburgischen Bildungsministerium gefördert.

Inzwischen werden die ÉpStan vom Luxembourg Center for Educational Testing (LUCET) durchgeführt und die Kompetenzmessung auf weitere Klassenstufen erweitert.

 

Ausgewählte Publikationen:

Martin, R. & Brunner, M. (Hrsg.) (2013). Épreuves Standardisées. Nationaler Bericht 2011-2012. Luxemburg: Universität Luxemburg, EMACS. Verfügbar unter http://www.epstan.lu/cms/images/downloads/Ergebnisse/Fondamental/EpStan%202011-2012/EpStan%202011-2012%20-%20Nationaler%20Bericht%20%282.%20Auflage%29.pdf.


PISA Luxemburg

Laufzeit: 2006-2009

Die Daten aus jedem internationalen PISA Zyklus werden im Rahmen eines nationalen Berichts (wie auch in Deutschland) mit Fokus auf die wichtigsten Fragen zum luxemburgischen Bildungswesen aufbereitet. Hierzu gehören der Zusammenhang von Kompetenzen mit sozio-ökonomischem Hintergrund sowie Migrationshintergrund, Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen und Unterschiede zwischen Schulen und Schulformen. PISA 2009 wurde in Luxemburg durch drei große Erweiterungsstudien ergänzt. (a) PROLOG untersuchte den Zusammenhang von PISA Kompetenzen einerseits und der Fähigkeit zum probabilistischen und logischen Denken andererseits. Die Daten aus PROLOG werteten wir in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stefan Krauss (Universität Regensburg) aus. (b) Aufgrund des stark bilingual ausgerichteten Unterrichts in Luxemburg in den Sprachen Deutsch und Französisch analysierte PISA-L die Lesekompetenz der Jugendlichen in Deutsch und Französisch auf Grundlage der PISA Tests. (c) In beiden Ergänzungsstudien wurde ein Kurzfragebogen zur Erfassung der BIG-5 Persönlichkeitseigenschaften eingesetzt. Für einen repräsentativen Teil der PISA-Schüler konnten diese Daten nun zur Vorhersage ihrer weiteren schulischen Laufbahn und ihres Schulerfolgs genutzt werden. Diese Daten wurden im Rahmen von PELEDU (s.o.) ausgewertet.

 

Ausgewählte Publikationen:

Brunner, M., Ugen, S., Fischbach, A., Keller, U., Reichert, M., Boehm, B. & Martin, R. (2010). Jungen und Mädchen. In: Ministerium für Erziehung und Berufsausbildung & Universität Luxemburg (Hrsg.): PISA 2009. Nationaler Bericht Luxemburg (S. 55-64).Luxemburg: Ministerium für Erziehung und Berufsausbildung.

Bruckmaier, G., Krauss, S. & Brunner, M. (2010). PROLOG: Eine Studie zum probabilistischen und logischen Denken von Jugendlichen in Luxemburg. In: Beiträge zum Mathematikunterricht 2010 (S. 205-208). WTM-Verlag: Münster.

Boehm, B., Brunner, M., Martin, R. & Lanners, M. (2010). PISA: Ziele der Studie und methodische Grundlagen. In: Ministerium für Erziehung und Berufsausbildung & Universität Luxemburg (Hrsg.): PISA 2009. Nationaler Bericht Luxemburg (S. 9-28). Luxemburg: Ministerium für Erziehung und Berufsausbildung.

Boehm, B., Brunner, M., Reichert, M., Ugen, S., Besch, E., Hansen, M.-A., Martin, R. & (2010). Lesekompetenz in Deutsch und Französisch. In: Ministerium für Erziehung und Berufsausbildung & Universität Luxemburg (Hrsg.): PISA 2009. Nationaler Bericht Luxemburg (S. 78-92). Luxemburg: Ministerium für Erziehung und Berufsausbildung.

Fischbach, A., Keller, U., Preckel, F. & Brunner, M. (2013). PISA proficiency scores predict educational outcomes.Learning and Individual Differences, 24, 63-72.

Spengler, M., Roberts, B. W., Lüdtke, O., Martin, R. & Brunner, M. (im Druck). The Role of Personality in Predicting (Change in) Students' Academic Success Across Four Years of Secondary School. European Journal of Psychological Assessment.


Psychometrie Hierarchisch-Strukturierter Konstrukte

Für viele Konstrukte der pädagogisch-psychologischen Forschung werden generelle und fach- bzw. domänenspezifische Konstruktfacetten unterschieden, die im Rahmen von hierarchischen Strukturtheorien integrativ zusammengefasst werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Intelligenz, schulische Kompetenzen oder akademische Selbstkonzepte. Wichtige Fragen betreffen bei der Analyse von hierarchisch-strukturierten Konstrukte (a) die Wahl eines geeigneten faktoranalytischen Strukturmodells, um diese Annahmen abzubilden, (b) die Reliabilität mit der generelle und spezifische Konstruktfacetten erfasst werden und (c) die Validierung der generellen und spezifischen Konstruktfacetten. Mehrere Einzelbeiträgen befassten sich mit diesen grundlegenden psychometrischen Fragen für ausgewählte Konstrukte der pädagogisch-psychologischen Forschung bzw. der empirischen Bildungsforschung. Hervorzuheben ist hierbei der Beitrag „A tutorial on hierarchically-structured constructs””, der 2012 als Leitartikel des Journal of Personality veröffentlicht wurde.

 

Ausgewählte Publikationen:

Brunner, M., Nagy, G. & Wilhelm, O. (2012). A tutorial on hierarchically-structured constructs. Journal of Personality, 80, 796-846.

Brunner, M. (2008). No g in education? Learning and Individual Differences, 18, 152-165.

Brunner, M., Gogol, K. M., Sonnleitner, P., Keller, U., Krauss, S. & Preckel, F. (2013). Gender Differences in Mean Level, Variability, and Profile Shape of Student Achievement: Results from 41 Countries. Intelligence, 41, 378-395.

Brunner, M. & Süß, H.-M. (2005). Analyzing the reliability of multidimensional measures: An example from intelligence research. Educational and Psychological Measurement, 65, 227-240.

Brunner, M. & Krauss, S. (2010). Modellierung kognitiver Kompetenzen von Schülern und Lehrkräften mit dem Nested-Faktormodell. In: Bos, W., Klieme, E. & Köller, O. (Hrsg.). Schulische Lerngelegenheiten und Kompetenzentwicklung. Festschrift für Jürgen Baumert (S. 105-126). Münster: Waxmann.