Evaluation der Gewaltpräventionsmaßnahmen der Berliner Polizei an Berliner Schulen

Evaluation polizeilicher Gewaltpräventionsmaßnahmen an Berliner Schulen

Projektlaufzeit: 2013 - 2014

 


Evaluation der Gewaltpräventionsmaßnahmen der Berliner Polizei

  • Laufzeit: Juli 2013 bis Juni 2014
  • Gefördert durch: Landeskriminalamt Berlin
  • Projektleitung: Prof. Dr. Dieter Kleiber und Prof. Dr. Bettina Hannover
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Janine Neuhaus
  • Studentische Mitarbeiterin: Pina Keller

 

Hintergrund

Das Erleben und Ausüben gewalttätigen und/oder delinquenten Verhaltens in der Kindes- und Jugendzeit ist häufig mit negativen Folgen bis in das Erwachsenenalter verbunden und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer gesellschaftlichen Desintegration. Präventive Maßnahmen dienen dem Ziel, der Entstehung und Verfestigung sozialer Verhaltensprobleme frühzeitig vorzubeugen und somit eine positive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu fördern.

Die Berliner Polizei ist seit 1992 in der Prävention von Gewalt und Delinquenz in Berliner Schulen tätig. Mit den so genannten Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGV), welche in den Berliner Schulen verbreitet Anwendung finden,  verfolgt die Berliner Polizei einen universellen, auf die primäre Prävention fokussierten Ansatz, indem durch eine Kombination aus Wissensvermittlung und Verhaltenstrainings die Entstehung gewalttätigen und delinquenten Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen vorgebeugt werden soll.

 

Die Studie

Im Vordergrund dieser Studie steht die Frage, wie gut es durch die gewaltpräventiven Maßnahmen der Polizei gelingt, mit Gewalt und Delinquenz verbundene Einstellungen und Verhaltensweisen der Berliner Schülerinnen und Schüler zu reduzieren und das durchschnittliche Aggressionsniveau in den Schulklassen zu senken. Neben der Überprüfung der Wirksamkeit der polizeilichen Maßnahmen (Wirksamkeitsevaluation) wird weiterhin untersucht, wie zuverlässig die Programmmaßnahmen umgesetzt werden (Prozessevaluation). In einem multiperspektivischen Ansatz werden Einstellungen und Erwartungen verschiedener Beteiligter (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Präventionsbeauftragte, Schulleitungen) aufeinander bezogen, um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Polizei in ihrer Effizienz und Funktionalität überprüfen zu können.

In einem längsschnittlichen Experimental-Kontrollgruppen-Design werden rund 2000 Schülerinnen und Schüler, 80 Lehrkräfte und 80 Polizeibeamtinnen und -beamten befragt. Darüber hinaus erfolgt eine einmalige Befragung von rund 800 Berliner Schulleiterinnen und Schulleiter.  Im Ergebnis erwarten wir, differenzierte Aussagen über die Wirksamkeit und Integrität der präventiven Maßnahmen der Berliner Polizei treffen zu können, aus denen sich Handlungsempfehlungen im Umgang mit jugendlichem Gewalt- und Delinquenzverhalten im Praxisfeld Polizei und Schule ableiten lassen.

 

Informationen zum Folgeprojekt finden sie hier.