Geschlechtsspezifische Sozialbeziehungen als Determinanten früher Bildungsprozesse

"Geschlechtsspezifische Sozialbeziehungen als Determinanten früher Bildungsprozesse: Eine Berliner Längsschnittstudie zum Einfluss der Bindungen zu Erzieher/inne/n und Primarstufenlehrer/inne/n auf die Bildungskarriere von Mädchen und Jungen"

DFG-Projekt 2006-2010

Projektleitung:

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen :

  • Dipl. Päd. Michael Glüer
  • Dipl. Psych. Ilka Wolter

Studentische MitarbeiterInnen :

  • Dörte Adam
  • Sarah Gentrup
  • Pauline Neumann
  • Manuela Weber

 


 

Das Projekt will Erkenntnisse aus der Bindungs- und Geschlechterforschung synergetisch für die Beantwortung der Frage zusammenführen, ob die Entwicklung von Geschlechtsunterschieden in akademischen Selbstkonzepten und Kompetenzen ihren Ausgang in geschlechtsspezifischen Sozialbeziehungen in vorschulischen Einrichtungen nimmt. Zu diesem Zweck wurden in Berliner Kindertagesstätten 135 unabhängige Erzieherin-Kind-Dyaden in Bezug auf ihre Bindungsqualität in den letzten drei Monaten vor dem Übergang der Kinder in die Grundschule beobachtet sowie die Peerbeziehungen des Kindes erfragt. Des Weiteren wurden Interviews zu Selbstkonzepten, Lernmotivation und Einstellungen sowie standardisierte Tests zur Erfassung schulischer Vorläuferkompetenzen für Rechnen, Lesen und Schreiben beim Kind durchgeführt. Im Längsschnitt werden die Kinder nach dem Übergang in die Schule hinsichtlich der Entwicklung einer Beziehung zu Lehrperson und Klassenkameraden und in ihrer Selbstkonzept- und Kompetenzentwicklung weiter verfolgt. Hierzu werden bis zum Ende des 2. Grundschuljahres standardisierte Interviews und Leistungstests eingesetzt und zudem Befragungen bzw. Beobachtungen zur Interaktion mit den Lehrpersonen durchgeführt.  Die Ergebnisse sollen zeigen, in welcher Weise sich diese Sozialbeziehungen in Bildungskontexten geschlechtsspezifisch ausformen und über welche Mechanismen sie das Lern- und Leistungsverhalten von Mädchen und Jungen beeinflussen.

 

Veröffentlichungen im Rahmen des Projektes

  • Wolter, I., Glüer, M., & Hannover, B. (submitted). How gender-typicality of activities offered and relationship closeness of the child-preschool teacher dyad influence the development of verbal competence in boys and girls.
  • Glüer, M. & Hannover, B. (May 2010). Sex differences in children's attachment to caregivers in kindergarten and their engagement in learning activities. Paper presented at the 4th Annual International Conference on Psychology, Athens, Greece.
  • Wolter, I, Braun, E., & Hannover, B. (2010, July). ‘Reading is for girls!’ – How boys' underachievement in reading relates to preschool teachers' endorsement of gender roles. Paper presented at the 32. International School Psychology Association (ISPA) Conference, Dublin, Ireland.
  • Wolter, I. & Hannover, B. (2010, August). Girls don't like math!? Linking gender, motivation, and competences in mathematics for boys and girls in preschool and primary education. Paper presented at the European Conference on Educational Research (ECER), Helsinki, Finland.
  • Wolter, I. & Hannover, B. (2010, September). Auswirkungen der Geschlechtsrollenstereotype von Erzieherinnen auf Motivation, Selbstkonzept und Leistung im Lesen und Schreiben von Jungen im Übergang von der Kita in die Grundschule. Vortrag auf dem 47. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Bremen.
  • Glüer, M. & Hannover, B. (September 2009). Die Erfassung kindlicher Compliance in Alltagssituationen: Eine deutschsprachige Fragebogenversion für Eltern und Erzieher/-innen.  Poster auf der 19. Fachtagung Entwicklungspsychologie, Hildesheim.
  • Wolter, I. & Hannover, B. (2009, August). How boys' underachievement in reading relates to preschool teachers' gender stereotypes. Round table presentation at the 13th Biennial Conference EARLI 2009, Amsterdam. Abstract retrieved November 25, 2009, from http://www.usecue.com/xml/start.html
  • Wolter, I., Glüer, M. & Hannover, B. (2009, September). Zum Zusammenhang zwischen Lernmotivation in der Mathematik und mathematischer Kompetenz bei Vorschul- und Grundschulkindern [Abstract]. In Universität des Saarlandes – Philosophische Fakultät – FR Erziehungswissenschaft (Hrsg.), 12. Fachtagung Pädagogische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. (S. 309). Saarbrücken-Dudweiler: Digitaldruck Pirrot GmbH.
  • Glüer, M. & Hannover, B. (July 2008). Child-care Provider Attachment in Kindergarten and Quality of Interaction during a Learning Task. Poster Presented at the 20th Biennial Meeting of the International Society for the study of Behavioural Development, Würzburg.
  • Glüer, M. & Hannover, B. (July 2008). Children's attachment to caregivers in kindergarten and the development of social behaviours supportive of learning. Paper presented at the XXIX International Congress of Psychology, Berlin.
  • Glüer, M., Wolter, I. & Hannover, B. (2008, März). Erzieherin-Kind-Bindung und vorschulischer Kompetenzerwerb. Poster auf dem 21. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Dresden.
  • Wolter, I. & Hannover, B. (2008). How children's gender identity formation is affected by parents and non parental care providers [Abstract]. In Society for Psychological Assistance (Ed.). Programme an Abstract Book of the 15th General Meeting of the European Association of Experimental Social Psychology. (S. 438). Opatija, Croatia.
  • Wolter, I. & Hannover, B. (2008). What comes first? Geschlechtsunterschiede in domänenspezifischen Selbstkonzepten und Kompetenzen bei Kindergartenkindern [Abstract]. In Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften. (Hrsg.). Tagungsband der 71. Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung. (S. 54). Kiel.
  • Wolter, I., Harwardt, E., Glüer, M., Ahnert, L. & Hannover, B. (2008, July). Children’s attachment to caregivers in kindergarten and acquisition of competencies. Paper presented at the XXIX International Congress of Psychology, Berlin.
  • Wolter, I., Glüer, M., & Hannover, B. (2007, September). Geschlechtsspezifische Sozialbeziehungen und frühe Bildungsprozesse. Poster auf der 11. Tagung der Fachgruppe Pädagogische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Berlin.

 

 

 

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