Berufswahlmotive von Lehrkräften mit und ohne Migrationshintergrund (MA)

Der Motivation, Lehrer zu werden, wurde bisher nicht nur eine große persönliche, sondern vor allem auch eine große gesellschaftliche Relevanz zugesprochen (Pohlmann & Möller, 2010). Das liegt vor allem daran, dass Lehrkräfte Kraft ihres Amtes einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung zukünftiger Generationen leisten (Baumert & Kunter, 2006; Kunter & Pohlmann, 2009). Im deutschsprachigen Raum wurde in den letzten Jahren ein Fragebogen zur Erfassung der Motivation für die Wahl des Lehramtsstudiums eingesetzt, der sechs verschiedene Motive als Subskalen erfasst: Nützlichkeit, pädagogisches Interesse, Fähigkeits-überzeugungen, soziale Einflüsse, geringe Schwierigkeit des Lehramtsstudiums und fachliches Interesse (FEMOLA, Pohlmann & Möller, 2010).Obwohl der Fragebogen FEMOLA sehr breit angelegt ist, gibt es keine Subskala, die integrative Berufswahlmotive von (angehenden) Lehrkräften in Bezug auf Schüler(innen) mit Migrationshintergrund erfasst. Dabei zeigen Studien mit Lehramtsstudierenden mit Migrationshintergrund, dass diese sich vor allem durch ihre höhere Motivation, sich für den Bildungserfolg von Schüler(inne)n mit Migrationshintergrund einsetzen zu wollen, auszeichnen (Georgi, 2011b). Das Thema eignet sich als Masterarbeit. Es sind Daten von 433 angehenden Lehrkräften vorhanden, bei Interesse können noch zusätzliche Daten erhoben werden.