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Das Nightingale-Projekt in Berlin. Ein Mentorenprogramm für die Betreuung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund.
Der neue Durchgang beginnt!
Mentoring-Projekt Nightingale Berlin sucht wieder Teilnehmer/-innen!
Laufzeit: Oktober 2011 – Juni 2012
Das Nightingale-Projekt ist ein Mentorenprogramm für die Betreuung von SchülerInnen mit Migrationshintergrund. Es entstand 1997 aus der Zusammenarbeit der Lehramtsstudiengänge an der Universität Malmö (Schweden) und einigen multikulturellen Schulen der Stadt und ist nach dem alten "Näktergalen" (Nachtigall-) Symbol von Malmö benannt:
"Nightingale is a small bird that sings beautifully when it feels secure."
In Schweden haben bisher rund 1000 SchülerInnen und 1000 StudentInnen an dem Projekt teilgenommen.
In Berlin gibt es Nightingale seit dem Jahr 2006 in Kooperation mit der Freien Universität und der Otto-Wels-Grundschule. Seit Herbst 2009 wird das Projekt mit dem Untertitel „Hand-in-Hand“ durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Die Anzahl der Tandems wird von durchschnittlich fünfzehn auf fünfundvierzig erhöht. Zwei weitere Kreuzberger Grundschulen (Bürgermeister Herz - Grundschule, Galilei-Grundschule) werden aufgenommen, um Erfahrungen zum Transfer des Mentoringprojekts auf andere Schulen zu gewinnen. Die positiven Auswirkungen auf die beteiligten GrundschülerInnen und StudentInnen werden begleitend evaluiert. Dazu werden die Tagebücher der Mentorenpaare untersucht und Interviews mit den Beteiligten durchgeführt.
Die Projektidee besteht darin, dass Studierende über einen Zeitraum von etwa zehn Monaten einen Nachmittag (ca. 2 bis 3 Stunden) mit einem acht- bis zwölfjährigen Kind verbringen, das einen Migrationshintergrund hat. Sie unternehmen gemeinsam verabredete soziale und kulturelle Aktivitäten. Das können zum Beispiel Ausflüge ans Wasser, ins Umland, ins Kino, der Besuch von Museen und Ausstellungen oder gemeinsames Kochen und Essen sein – den Unternehmungen sind im Rahmen des Projekts so gut wie keine Grenzen gesetzt. Über die Unternehmungen führen MentorIn und Mentee ein gemeinsames Tagebuch.
Die Zusammenarbeit der MentorInnen mit den Eltern setzt auf jeden Fall gegenseitiges Vertrauen voraus. Deshalb erfolgt die Auswahl der Kinder auf Vorschlag der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers. Das heißt: Die Eltern müssen selbstverständlich mit der Teilnahme einverstanden sein – ebenso die Kinder selbst.
Das übergeordnete Ziel des Nightingale-Berlin-Projekts besteht darin, einen Beitrag zum Fremdverstehen und zum interkulturellen Lernen zu leisten. Konkrete Ziele sind der Abbau von Bildungsbarrieren und die Erweiterung des Horizonts aller Teilnehmenden: Die Studierenden erhalten einen konkreten und realen Einblick in die Lebensumstände eines Kindes mit Migrationshintergrund. Das verringert die vielbeklagte Praxisferne des Studiums. Im Rahmen des Grundschulpädagogik-Studiums an der Freien Universität Berlin kann das Projekt im Lernbereich Deutsch als Seminar belegt werden. Für Studierende anderer Fachbereiche besteht teilweise über den ABV-Bereich ebenfalls die Möglichkeit einer Studienintegration.
Für die Kinder bedeutet die Teilnahme an dem Projekt, aus ihrem Kiez herauszukommen, das heißt ihren sozialen und kulturellen Erfahrungsraum zu vergrößern. In den MentorInnen lernen sie mögliche Vorbilder außerhalb des familiären und schulischen Umfeldes kennen. Das Selbstbewusstsein der Kinder wird gestärkt, die sprachliche Kompetenz erweitert.
Während der ersten Projektphasen in Berlin hat sich genau wie in Schweden gezeigt, dass beide Seiten sehr von dem Austausch profitieren. Wenn Sie StudentIn und an einer Teilnahme am Projekt interessiert sind, bewerben Sie sich hier für den nächsten Projektdurchgang, der im Herbst beginnt.
Nightingale Berlin / Hand-in-Hand
Links
- das Nightingale-Projekt in Europa
- das Nightingale-Projekt an der Universität Malmö
- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
- Imagefilm, erstellt von Catherine Morawitz und Jon Britt, Youtube (September 2011)
Presseberichte
- FU - Pressemitteilung anlässlich der Ehrung von MentorInnen (13.07.2011)
- Bericht im studentischen Campusmagazin FURIOS(24.01.2011)
- Erfahrungsbericht auf der HP der Heinrich Böll Stiftung (Oktober 2010)
- Bericht der Tageszeitung taz über Nightingale Berlin (vom 21.03.2009)
- Nightingale Berlin in der Abendschau des RBB (vom 16.03.2009)
- Bericht der Wochenzeitung Die Zeit über Nightingale Berlin (vom 03.07.2008)
- Bericht der Berliner Tageszeitung Tagesspiegel über Nightingale Berlin (vom 20.08.2007)
- Reportage des Deutschlandfunks über Nightingale Berlin (vom 22.01.2008)


