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Louise Glodde

Lehreinheit Grundschulpädagogik

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsbereich Sachunterricht

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
Raum KL 23/101
14195 Berlin

SUIdent - Identitätskonstruktion im Sachunterricht -
Beliefsanalyse von Lehrkräften des Sachunterrichts in
Bezug auf Sexuelle Identität als Unterrichtsthematik


Beschreibung
In Bezug auf die Bildungsvermittlung der Thematik Sexuelle Identität herrscht im
bundesdeutschen Schulvergleich der Bestand, dass keine zentralen Richtlinien
hinsichtlich der didaktisch-methodischen Handlungsweisen existieren.
Erhebungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigen, dass ein tolerantes
Verhaltensmuster gegenüber Personen mit diversen sexuellen Identitäten als
konkrete Zielsetzung im schulischen Kontext festgelegt werden soll (vgl.
Antidiskriminierungsstelle des Bundes, 2023). Im Hinblick darauf, dass
Unterrichtsgegenstände unmittelbar in Korrelation mit der Lebenswelt von
Schüler/innen stehen, tragen diese zur Identitätsbildung bei Lernenden bei (vgl.
Huch & Lücke, 2015). Ausgehend davon soll untersucht werden, welche beliefs-
Einstellungen bei Sachunterrichtslehrkräften verschiedenster sexuellen
Identitäten vorherrschen, um einen Einblick darin zu erlangen, in wie fern die
Thematik Sexuelle Identitäten im sachunterrichtlichen Kontext didaktischmethodisch
unterstützt wird und welche Themenpriorität daraus resultiert.


Ziel und Forschungsfrage
Aufgrund dieser unverbindlichen Rahmenregelungen generiert folgende
Forschungsfrage im Rahmen des sachunterrichtlichen Diskurses in Bezug auf die
professionelle Haltung: In wie fern tragen beliefs-Faktoren und biografische Einflüsse
zu einer Thematisierung oder Ablehnung der Thematik sexuelle Identitäten als
Unterrichtsgegenstand bei?
Dieses Forschungsprojekt untersucht mittels der qualitativen Inhaltsanalyse
(Mayring, 2022) die Haltungen und beliefs-Vorstellungen von
Sachunterrichtslehrkräften in Bezug auf die Thematisierung sexueller Identitäten
im Sachunterricht. Der Stichproben berufen sich dabei auf ausgewählte
Lehrkräfte des Sachunterrichts mit heterosexuellen als auch diversen queeren
Identitäten, um einen Vergleich der vorherrschenden beliefs und didaktischmethodischen
Rückschlüssen zu generieren.
Das Ziel dieses Forschungsprojektes beruft sich auf die Klärung der
Forschungsfrage, welche beliefs-Faktoren und biografischen Einflüsse von
Sachunterrichtslehrkräften mit diversen sexuellen Identitäten zu einer
Thematisierung oder Ablehnung der Thematik sexuelle Identitäten als
Unterrichtsgegenstand beitragen. Darüber hinaus soll dieses Forschungsprojekt
zielgerichtete Aufschlüsse darüber geben, welche Machtstrukturen der
Bildungsinstitutionen, Erziehungsaufgaben des Sachunterrichtes sowie
Professionsprofile von Sachunterrichtslehrkräften für eine adäquaten
Vermittlung des Themas sexuelle Identitäten im sachunterrichtlichen
Unterrichtskontext als förderlich oder anpassungsfähig eingestuft werden.


Zeitraum: seit Februar 2022
Status: laufend
Mitarbeitende: Louise Glodde


Literatur:
Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2021). „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im
Schulunterricht“. Zugriff am 19.09.2023, unter
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ueberdiskriminierung/
diskriminierungsmerkmale/sexuelle-iden
titaet/vielfalt_bildungsbereich/02_Schule/schule-node.html


Huch, S. & Lücke, M. (Hrsg.). (2015). „Sexuelle Vielfalt im Handlungsfeld Schule.
Konzepte aus Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik“. Bielefeld: Transkript
Verlag.


Mayring, P. (2022). „Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. 13.
überarbeitete Auflage“. Weinheim/ Basel: Julius Beltz GmbH & Co.KG.