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6. Platz für die School for Life
News vom 27.04.2010
Ein Erfolg der School for Life, mit dem keiner rechnete
Der seit 2009 geltende, neue thailändische Lehrplan zeichnet sich dadurch aus, dass etwa 60 Prozent obligatorisch zu unterrichten sind und 40 Prozent von den Schulen unter Berücksichtigung lokaler und regionaler Gegebenheiten selbst entwickelt werden können. Diese 40 Prozent sollen nicht addiert, sondern mit den 60 Prozent integriert werden.
In der Region von Chiang Mai wurden von einer Regierungskommission 276 Schulen einer Evaluation unterzogen, in der die Frage im Mittelpunkt stand, inwieweit diese curriculare Integration gelungen ist.
Die School for Life landete bei dieser Evaluation in der Spitzengruppe und belegte den sechsten Platz. Bei den 'top five' handelt es sich ausnahmslos um reiche, alteingesessene, riesengroße Schulen, die über Mittel verfügen, schuleigene Curriculum-Entwicklungsgruppen zu finanzieren.
Die School for Life mit zur Zeit 120 Kindern und im Dauereinsatz beschäftigten Lehrern und Mentoren wirkt dagegen wie ein kleines Boot, das sich nun in der Gesellschaft von dicken, großen Schiffen wiederfindet und ihnen Paroli bieten kann.
Was die Kommission entzückte und als modellhaft einschätzte, ist die Integration des staatlichen Lehrplans mit den sieben Centers für "Organic Farming", "Nutrition & Health", "Body & Soul", "International Communication", Cultural Heritage & Development", "Culture Sensitive Tourism" und "Technology, Crafts & Ecology". Die Projekte der Centers finden 'unter Bäumen' statt, denn Gebäude dafür gibt es noch nicht. Bäume aber sind im Forst des Königs, an dessen Rand der Campus liegt, genug vorhanden, und an Problemstellungen aus der Wirklichkeit, an deren Lösung Kinder mitwirken können, fehlt es nicht.
Jürgen Zimmer
23. März 2010




