Transformation von Einstellungen pädagogischer Fachkräfte zu kognitiv-anregender Interaktion in Kindertagesstätten

Jasmin Luthardt

Kurzbeschreibung

Die Dissertation wird im Rahmen des Praxisforschungsprogramms EQUIP – Entwicklung von Qualität und Interaktion im pädagogischen Alltag (Homepage) an der FH Potsdam realisiert.

Im EQUIP-Teilprojekt Transformation von Einstellungen werden die Überzeugungen pädagogischer Fachkräfte in Berliner und Brandenburger Kindertagesstätten zu pädagogischen Interaktionen und deren Veränderbarkeit untersucht.

Zum einen werden Innovationsabsichten, die von außen z. B. in Form von Fortbildungen zu pädagogischer Interaktion in die Kindertagesstätten gebracht werden, und deren Wahrnehmung und Verhandlung auf organisationaler Ebene untersucht.

Methode

Dazu wird ein diskursanalytisches Verfahren (Wissenssoziologische Diskursanalyse, kurz WDA) mit dem kognitionswissenschaftlich fundierten Ansatz des kognitiv-affektiven Netzwerkes (Cognitive-affective Map, kurz CAM) verknüpft, sodass Dissonanzen, die bei der Transformation von Einstellungen bzw. bei der Umsetzung sozialer Innovationen in Organisationen durch die Fachkräfte angenommen werden, abgebildet werden können.

Zum anderen werden CAMs einzelner Fachkräfte zu ihren pädagogischen Interaktionen erstellt, um individuelle Bedingungen, die eine Innovationsimplementation erschweren, ergänzend zu erfassen.

Der Datenkorpus zur Analyse der präskriptiv-normativen Vorgaben auf bildungspolitischer Ebene umfässt u.a. die Bildungspläne der Länder für den Elementarbereich und öffentlich zugängige Fortbildungsbeschreibungen von Weiterbildungsinstituten. Zur Analyse der organisationalen Ebene wurden bereits sechs Gruppendiskussionen in verschiedenen Kindertagesstätten zum Thema Interaktion und Fortbildung durchgeführt. In einer dritten Teilstudie werden Interviews mit Erzieherinnen durchgeführt und ein Fragebogen zum Thema pädagogische Interaktion in der Forscherwelt Blossin erhoben.