CONNECT: Connections and Levels of Influence of Treaty Secretariats in International Environmental and Disability Policy-Making over Time

CONNECT: Vernetzung und Einflussmöglichkeiten internationaler Sekretariate in der internationalen Umwelt- und Behindertenpolitik im Zeitverlauf

Dauer: 10/2017 – 09/2020

Gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), KO 4997/4-1, FOR 1745

Umfang: ca. 900.000,00 Euro an der FU Berlin (12 Mio. zzgl. Projektpauschale)

Kooperationspartner: LMU München, DHV Speyer, TU Darmstadt, Universität Potsdam

Projektleitung: Prof. Dr. Nina Kolleck, Prof. Dr. Helge Jörgens

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Alexandra Goritz, Johannes Schuster

Studentische Hilfskräfte: Lea Susanne Helm, Simone Hermes

Kontakt: sekkolleck@erzwiss.fu-berlin.de

CONNECT zielt darauf ab, Einflussnahmen von Sekretariaten internationaler Konventionen systematisch zu analysieren. Mithilfe eines Mixed-Methods-Designs werden insbesondere folgende Fragen beantwortet:

Wie beeinflussen die Sekretariate internationaler Konventionen die Prozesse, Diskurse und Ergebnisse multilateraler Verhandlungen im Zeitverlauf und in unterschiedlichen Themenfeldern?
In welchem Ausmaß erklärt die soziale Vernetzung der Sekretariate in themenspezifischen Informationsflüssen diesen Einfluss?

Trotz der zunehmenden Sichtbarkeit internationaler Sekretariate und einer wachsenden Anzahl an Studien über deren Rolle in der globalen Umweltpolitik, wurden die Ursachen und die kausalen Mechanismen von Sekretariatseinfluss bislang noch nicht systematisch über einen längeren Zeitraum hinweg und in unterschiedlichen Themenfeldern untersucht. CONNECT trägt dazu bei, diese Forschungslücke zu schließen, indem Theorien und Methoden in neuartiger Weise miteinander kombiniert werden. Zudem erweitert CONNECT die bisherigen Befunde zur Rolle von Umweltsekretariaten, indem ein Sekretariat aus einem zweiten Politikfeld, der Behindertenpolitik, vergleichend analysiert wird.

Insgesamt verfolgt CONNECT vier zentrale Ziele, die eng miteinander verbunden sind und wesentliche Erkenntnisse in Bezug auf den empirischen, methodischen und theoretischen Forschungsstand anstreben:

1. die Einflussnahme internationaler Sekretariate im Zeitverlauf empirisch neu zu bewerten,

2. den Einfluss der Sekretariate multilateraler Konventionen aus verschiedenen Politikfeldern miteinander zu vergleichen UNFCCC, CBD, CRPD

3. die Befunde quantitativer SNA mit Ergebnissen qualitativer DA zu kombinieren, um zentrale Determinanten des Sekretariatseinflusses zu identifizieren und

4. das Verhältnis zwischen der sozialen Vernetzung internationaler Sekretariate und deren Einflussnahmen auf politische Ergebnisse theoretisch unter Rückgriff auf soziale Netzwerktheorien zu rekonzeptualisieren.

Um diese Ziele zu erreichen, greifen wir sowohl auf unsere Ergebnisse aus der ersten Projektphase (das Projekt ENVIPA) als auch auf den aktuellen Forschungsstand zurück.