Lehrkräfte und Bildungsungleichheiten

Lehrkräfte und Bildungsungleichheiten

Fragen nach der Entstehung ungleicher Bildungschancen stehen im Zentrum soziologischer Bildungsforschung. Erstaunlicherweise wird die Rolle von Lehrkräften dabei kaum thematisiert. Entsprechend spärlich ist der empirische Forschungsstand zu Lehrereffekten und Bildungsungleichheiten. Dabei gibt es eine ganze Reihe möglicher Wirkungsweisen, die innerhalb dieses Forschungsschwerpunktes untersucht werden. Ein Fokus liegt dabei auf der empirischen Überprüfung der Passungsthese: Profitieren Schülerinnen und Schüler von Lehrkräften mit ähnlichen soziodemographischen Merkmalen?

Datenart: Sekundärdatenanalysen, u.a. NEPS, IGLU-E, IQB-Ländervergleich

Kooperationspartner: Oliver Klein (Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung), Marita Jacob (Universität zu Köln)

Ausgewählte projektbezogene Publikationen:

Neugebauer, M. & Klein, O. (2016). Profitieren Kinder mit Migrationshintergrund von pädagogischen Fachkräften mit Migrationshintergrund? Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 68(2), 259-283.

Neugebauer, M. (2014). Sind Lehrerinnen für die „Bildungskrise“ der Jungen verantwortlich? In B. Spinath (Hrsg.), Empirische Bildungsforschung: Aktuelle Themen der Bildungspraxis und Bildungsforschung (S. 39-48). Berlin: Springer VS.

Gerth, M., & Neugebauer, M. (2013). Weiblicher Schulkontext und Schulerfolg von Jungen. In R. Becker & A. Schulze (Hrsg.), Bildungskontexte. Strukturelle Voraussetzungen und Ursachen ungleicher Bildungschancen (S. 431-455). Wiesbaden: Springer VS.

Neugebauer, M. (2011). Werden Jungen von Lehrerinnen bei den Übergangsempfehlungen für das Gymnasium benachteiligt? Eine Analyse auf Basis der IGLU-Daten. In A. Hadjar (Hrsg.), Geschlechtsspezifische Bildungsungleichheiten (S. 235-260). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Neugebauer, M., Helbig, M., & Landmann, A. (2011). Unmasking the myth of the same-sex teacher advantage. European Sociological Review, 27(5), 669-689.