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ERNA - ERfrischend NAchhaltig: Händewaschen zur Gewohnheit machen


Vom 12.07. bis zum 25.07. haben wir, Gesundheitspsycholog*innen der Freien Universität Berlin und der MSB Medical School Berlin, für eine Studie zum Aufbau von Händewaschgewohnheiten Teilnehmer*innen rekrutiert und in die Studie eingeschlossen. Die Teilnahme an dieser längsschnittlichen Studie erstreckt sich über 100 Tage, d.h. die Datenerhebung läuft noch bis zum 02. November 2020.

Händewaschen und Gewohnheitsbildung

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die quasi wie von selbst ablaufen, ohne dass man groß darüber nachdenken muss. In der angewandten Forschung hat sich gezeigt, dass es besonders leicht ist, Gewohnheiten zu bilden, wenn man das gewünschte Verhalten an bestimmte „persönliche Auslöser“ koppelt. Das können zum Beispiel Orte oder bestehende Alltags-Routinen sein. Der Schlüssel zur erfolgreichen Gewohnheitsbildung liegt darin, ein Verhalten immer dann auszuführen, wenn der persönliche Auslöser auftritt (z.B. die Hände nach dem Ankommen auf der Arbeit zu waschen). Zu Beginn erfordert dies einiges an Gedächtnis- und Willensleistung. Mit der Zeit reduziert sich dieser Aufwand aber, sodass irgendwann der persönliche Auslöser allein ausreicht, um das neue Verhalten automatisch auszuführen: Eine neue Gewohnheit ist entstanden.

Ablauf der Studie

Ziel dieser online-gestützten Tagebuchstudie ist es zu untersuchen, wie man das Hygieneverhalten Händewaschen in bisher eher unüblichen Situationen zur Gewohnheit machen kann. Alle Personen erhalten daher bei Studienbeginn die Aufgabe, das Händewaschen in bis zu zwei bestehende Alltagssituationen einzubetten, welche bisher nicht zu automatisiertem Händewaschverhalten führten (Beispiel für einen persönlichen Auslöser: „Wenn ich auf der Arbeit ankomme“). Anschließend werden alle Personen dazu aufgefordert, sich jedes Mal bei Auftreten ihrer/s persönlichen Auslöser/s die Hände zu waschen. Um zu verfolgen, auf welche Art und Weise und wie schnell Händewaschen in den neuen Alltagssituationen zur Gewohnheit wird, werden alle Teilnehmenden über einen Zeitraum von 86 Tagen zu täglichen Kurzbefragungen (je 2-3 Minuten) eingeladen. Außerdem werden größere Befragungen stattfinden: Zum Studienbeginn (ca. 15 Minuten) sowie 25, 50, 75 und 100 (je 7-12 Minuten) Tage später.

Nach erfolgreichem Abschluss der Studie erhalten Sie einen 5 Euro-Gutschein eines Online-Händlers sowie - sofern an der FU Berlin oder MSB Berlin studierend - 6 Versuchspersonen-Stunden.


Leitung des ERNA-Studienteams:

Prof. Dr. Lena Fleig

Professur für Gesundheitspsychologie

MSB Medical School Berlin

Dr. Jan Keller

Arbeitsbereich Gesundheitspsychologie

Freie Universität Berlin


Falls Sie Fragen zur Studie haben, dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an: 

Dr. Jan Keller (habit@psychologie.fu-berlin.de).


Disease in Human Aging: Dynamics at the Level of Molecules, Individuals, and Society