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HASCI Studie – Healthy, Active and Sustainable Commuting Intervention

Aktive Pendelgewohnheiten

Aktives Pendeln, d.h. für den Arbeitsweg zu Fuß zu gehen, Rad zu fahren und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, zielt sowohl auf die Förderung körperlicher Aktivität als auch auf die Reduzierung der Umweltbelastung ab und hat somit das Potential zu vielen der sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Vereinten Nationen beizutragen. Wie Menschen zur Arbeit kommen ist oftmals ein hoch automatisiertes Verhalten, das viele Menschen hochfrequent und ohne darüber nachzudenken, ausführen. Die Forschung hat gezeigt, dass eine bestehende Gewohnheit durch die wiederholte Ausführung einer neuen Verhaltensweise im gleichen Kontext zur Bildung einer neuen Gewohnheit führen kann (engl. habit substitution). Während längsschnittliche Studiendesigns zur Gewohnheitsbildung bislang vor allem die Bildung neuer Gewohnheiten zur gesunden Ernährung und Sportübungen untersucht haben, ist das Ersetzen von Gewohnheiten ein bisher weniger beachteter Aspekt in der Gewohnheitsforschung geblieben. Das aktive Pendeln bietet einen optimalen Kontext, um zu untersuchen, wie eine bestehende und weniger aktive Pendelgewohnheit (z.B. mit dem Auto zu fahren) durch eine neue aktivere Pendelgewohnheit ersetzt werden kann.

Ziel und Ablauf der Studie:

Die vorliegende Studie zielt darauf ab, kontextuelle und psychologische Prädiktoren für Das Ersetzen einer bestehenden Pendelgewohnheit durch ein aktiveres Pendelverhalten mittels eines Ecological Momentary Assessment Studiendesign zu untersuchen. Die Teilnehmenden erhalten die Aufgabe über den gesamten Studienzeitraum von 96 Tagen auf eine aktivere Weise zur Arbeit zu kommen. Um die Prädiktoren der Gewohnheitsbildung zu untersuchen, werden die Teilnehmenden in sechs 4-tägigen (d.h. an Arbeitstagen mit Ortswechsel) Erhebungswellen dreimal täglich für je 2-3 Minuten befragt: vor dem Pendeln zur Arbeit, nach dem Pendeln zur Arbeit und am Ende des Tages. Vor jeder Erhebungswelle füllen die Teilnehmenden einen längeren Fragebogen aus. Die Intervalle zwischen den Erhebungswellen, in denen die Teilnehmenden keine Fragen beantworten, betragen zwei Wochen. Während der Erhebungswellen werden objektive und passive Messungen der Alltagsbewegungen über Akzelerometer erhoben. Das primäre Outcome der Studie ist die Automatizität des neuen Pendelverhaltens, welches über einen Zeitraum von 96 Tagen gemessen wird und als Indikator der Gewohnheitsbildung gilt. Die sekundären Outcomes schließen u.a. Messungen zum täglichen Bewegungsverhalten, zur Art des Pendelverhaltens, Automatizität des alten Pendelverhaltens sowie zum momentanen positiven und negativen Affekt (positiv und negativ) ein.


Kontakt Studienteam der Freien Universität Berlin und Medical School Berlin:

Sally di Maio (sally.dimaio@fu-berlin.de)

Lea Wilhelm (Medical School Berlin; lea.wilhelm@medicalschool-berlin.de)

Dr. Jan Keller (jan.keller@fu-berlin.de)

Antonia Domke (a.domke@fu-berlin.de)

Prof. Dr. Nina Knoll (nina.knoll@fu-berlin.de)

Falls Sie Fragen zur Studie haben, dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an: Dr. Jan Keller (jan.keller@fu-berlin.de).