DFG Projekt - Medienrezeption und Narration

Gespräch und Erzählung als Verarbeitung der Medienrezeption im Grundschulalter

Das aktuelle Forschungsprojekt wird im Rahmen des Schwerpunktprogramms 'Lesesozialisation in der Mediengesellschaft' der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durchgeführt und gefördert.

Das Projekt untersucht im Schnittpunkt verschiedener Disziplinen (Spracherwerbs- und Erzählforschung, psychologischer Rezeptionsforschung, (pragmatisch orientierter) Ethnomethodologie und Sprachdidaktik), welche Erfahrungen Kinder im Unterricht zunächst des zweiten, dann später des vierten Grundschuljahres und in der Familie im Umgang mit ausgewählten Buch- und anderen Mediengeschichten machen und wie sich diese Erfahrungen in Unterrichtsgesprächen, in Texten und Erzählungen der Kinder, in ihren Gesprächen untereinander und in familialen Dialogen niederschlagen. Kinder am Computer

Forschungshypothese ist, dass die musterhafte Ausprägung schulischer wie familialer Gesprächsprozesse und ihre Anpassung an die entwicklungsspezifischen Voraussetzungen der kindlichen Medienrezeption in entscheidender Weise prägen, wie Kinder ihre Medienerfahrungen produktiv verarbeiten. Nach der ersten Phase des Projekts gilt die besondere Aufmerksamkeit in der zweiten Phase der Weiterentwicklung der Mediensozialisation der dann neun- bis zehnjährigen Kinder in denselben Schulklassen (dann des vierten Grundschuljahres) und in denselben Familien; eingehend untersucht wird dabei auch die Medienrezeption mehrsprachiger Kinder. Auf der Basis eines ethnographischen Forschungsansatzes verbindet das Projekt die rekonstruktive Analyse medienbezogener Gesprächsabläufe in Schule und Familie mit der Auswertung weiterer Dokumenttypen (z.B. Familieninterviews), die die subjektiven Theorien der Beteiligten zum Umgang mit Medien erhellen.

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