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Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer - Angebote der Beratung und Versorgung (ELSA)

Das Forschungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert und im Verbund von sechs Hochschulen bzw. Einrichtungen durchgeführt, wobei jede dieser Einrichtungen ein eigenes Teilprojekt betreut. Übergeordnetes Ziel des Gesamtprojektes ELSA sind Schlussfolgerungen für die Verbesserung der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung ungewollt schwangerer Frauen auf der Basis wissenschaftlich-empirischer Erkenntnisse.

Im Teilprojekt an der Freien Universität wird das Zusammenspiel zwischen traumatischen Erfahrungen, der Regulation des psychobiologischen Stresssystems (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) und der psychischen Gesundheit von Frauen nach einer ungewollten Schwangerschaft erforscht. Dabei wird untersucht, inwieweit traumatische Erfahrungen das Risiko, nach einem biographischen Ereignis wie einer ungewollten Schwangerschaft an einer psychischen Störung zu erkranken, erhöhen, und inwiefern dies über psychoneuroendokrine Prozesse vermittelt wird.

Konkret werden Frauen, die sich für den Abbruch oder das Austragen einer ungewollten Schwangerschaft entschieden haben, quer- und längsschnittlich durch ein standardisiertes diagnostisches Telefoninterview und mit gesonderten Online-Fragebögen befragt. Durch die Methode der Haarcortisol-Analyse, bei welcher Haarsträhnen der Frauen im Labor untersucht werden, können zudem Rückschlüsse auf die Regulation des psychobiologischen Stresssystems während und nach der Schwangerschaft gezogen werden.

Die Identifikation von Faktoren, welche die Entstehung psychischer Störungen nach ungewollten Schwangerschaften begünstigen, ist wichtig, um betroffenen Frauen geeignete präventive Maßnahmen oder frühe therapeutische Hilfen anbieten zu können.


 

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