Ist es möglich, mit Hilfe biophysikalischer Messmethoden "Gedanken zu lesen"?

News vom 24.09.2004

Ist es möglich, mit Hilfe biophysikalischer Messmethoden "Gedanken zu lesen"?

Am Beispiel eines Demonstrationsversuchs, an dem Besucher mitwirken können, werden Möglichkeiten und Grenzen der modernen Elektro- enzephalographie (EEG) erklärt. In einem Experiment zur Wiedererkennung von Gegenständen kann ein Besucher unbeobachtet einen von vier Gegenständen wählen. Im Verlauf einer anschließenden EEG-Ableitung soll sich der Besucher gedanklich mit dem gewählten Gegenstand beschäftigen, während die vier Objekte auf einem Bildschirm gezeigt werden. Die Hirntätigkeit des Teilnehmers lässt dabei erkennen, um welchen der vier Gegenstände es sich bei seiner Wahl handelte.

Dieses Demonstrationsexperiment verweist auf mögliche Anwendungsfelder unserer Forschung. Zunächst geht es generell um die Beantwortung der Frage, wie unser Gehirn, das aus vielen Milliarden von Nervenzellen besteht, einzelne Denkprozesse realisiert. Dieses Wissen kann weiterführend dazu dienen, Menschen "beim Denken" zu helfen:

 

Wann werden Informationen leicht verstanden und tragen zum Erinnern hilfreicher Gedächtnisinhalte bei?

Wie müssen Informationen aufbereitet sein, damit sie leicht verarbeitet und gespeichert werden können?