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Drittmittelprojekt Robin

Projekt ROBIN: ROllenwandel in der Betrieblichen INteressenvertretung

Betriebliche Interessenvertreter in Betriebs- und Personalräten haben seit vielen Jahrzehnten einen großen Einfluss auf das wirtschaftliche und soziale Zusammenleben in Deutschland. Sie spielen eine wichtige Rolle, aber diese Rolle ist natürlich nicht stabil und starr, sondern entwickelt sich parallel zum gesellschaftlichen Wandel weiter.

Während die Interessenvertreter früher mehr als „Kontrolleure“ im Rahmen ihrer im Betrieblichen Verfassungsgesetz verankerten Aufgaben auftraten, übernehmen sie immer mehr Aufgaben von „Interessenmanagern" oder sogar „Co-Managern“ und werden von den Unternehmen verstärkt als erstzunehmende Gesprächspartner wahrgenommen.

Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf den Qualifizierungsbedarf der betrieblichen Interessenvertreter. Neben den Kenntnissen ihrer gesetzlichen verankerten Rechte und Pflichten nahm der Bedarf für Schulungen für sogenannte Meta-Kompetenzen wie etwa Verhandlungstraining, Rhetorik und Kommunikation aber auch über betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten deutlich zu.

Diese neuen Qualifizierungbedarfe mit modernen wissenschaftlichen Instrumenten zu analysieren und passende, wissenschaftlich fundierte Qualifizierungsansätze zu entwickeln, war bereits unter Leitung von Prof. Liepmann Kernaufgabe des Projekts ROBIN.

Dabei kristallisierten sich Instrumente für die betriebliche Weiterbildungsberatung und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement als besonders sinnvolle Ansätze zur weiteren Qualifikation heraus.

 

Aktuelle Arbeitsfelder

Durch gesellschaftliche Veränderungen wie den demographische Wandel oder die Globalisierung ändern sich die Anforderungen an die Rolle eines betrieblichen Interessensvertreters beständig weiter.

So scheiden in den nächsten 10 bis 15 Jahren viele erfahrene Interessenvertreter aus dem Berufsleben aus. Schon jetzt zeigt die Forschung, dass die Bildungsbedarfe der betrieblichen Interessenvertreter zunehmend individuelle Unterschiede aufweisen und damit die Bildungsberatung zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Außerdem hat die Globalisierung Auswirkungen auf die Arbeit der Interessenvertreter, wenn etwa unterschiedliche Unternehmenskulturen und Vorstellungen über die (Zusammen-) Arbeit v.a. mit Betriebsräten aufeinander stoßen.

Für diese Herausforderungen wissenschaftlich fundierte Instrumente zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen ist Ziel des Projektes ROBIN. Die wissenschaftliche Arbeit baut dabei unter anderem auf den Forschungsaktivitäten von Prof. Liepmann und Prof. Kerschreiter auf, z.B. zu folgenden Themen:

  • Arbeiten von Prof. Liepmann zur Kompetenzmessung im Feld der Schlüsselqualifikationen (z.B. mit dem Vertriebs- und Verkaufs-Kompetenz-Inventar - VVKI)
  • Arbeiten von Prof. Liepmann und von Prof. Kerschreiter zur Führung von Mitarbeitern – vor allem dem Rollenwechsel von „traditionellen“ Führungskräften.
  • Arbeiten von Prof. Kerschreiter zum Thema Führungskräfteentwicklung
  • Arbeiten von Prof. Kerschreiter zum Thema Informationsaustausch und Entscheidungsverhalten in Gruppen im Sinne einer Optimierung von Entscheidungsprozessen und der Verbesserung ihrer Informationsgrundlage.

 

DLA