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E-Health – Neue Kommunikations-möglichkeiten im Gesundheitswesen

E-Health – Neue Kommunikations-möglichkeiten im Gesundheitswesen

Guido Grunenberg Electronic Health (E-Health) steht für die Verbreitung und Vermarktung sämt­licher Fassetten des Themas Gesundheit im Internet und über Telekommunikation und wird mit der Hoffnung auf Fortschritt, Wachstum, Kostensenkung und Effizienz im Gesundheitswesen in Zusammenhang gestellt. Die Chancen von E-Health werden in der hohen Integrations- und Informationsbedürftigkeit sämtlicher Akteure im Gesundheitswesen gesehen. Doch was verbirgt sich hinter der „Gesundheit im Netz“? Die drei derzeit bestimmenden Angebote und Geschäftsmodelle sind Markt, Inhalte / Foren und Vernetzung.
  • Markt – Virtuelle Geschäfte über das Internet. Unterschieden werden hier im wesentlichen Online-Händler (direkter Produktverkauf entweder zwischen Händlern und Unter­nehmen oder Händler und Kunden) und Online-Märkte, die Kauf- und Verkaufsaufträge – ähnlich wie an der Börse - vermitteln (und Gebühren für die Transaktion erheben).

    Beispiele: www.medconsult.de (B2B) www.docmorris.com (Online-Apotheke)

     

    Inhalte / Foren – Sogenannte „content sites“, die medizinische Informationen und Foren für Diskussionen bieten. Das Spektrum reicht von allgemeinen Gesundheitsseiten bis zu hoch­spe­zia­lisierten Seiten für Experten und ausgesuchte Patientengruppen. Die Anbieter der Informa­tions­seiten finanzieren sich in der Regel über Sponsoring und Werbung oder über Gebühren. Beispiele: www.multimedica.de (für Ärzte, Apotheker und Experten) www.patienten-information.de

     

    Vernetzung der Akteure im Gesundheits­wesen zur Steigerung der Effizienz z.B. durch Einsatz von Telemedizin und durch Einführung einer elektronischen Patientenakte (Gesund­heitspass). Probleme liegen im Datenschutz, der Verteilung der Patientendaten auf mehreren Versorgungsebenen und der noch etwas reservierten Nutzung des Internets in deutschen Arztpraxen.

     

    Aus: E-Health in Deutschland – Entwicklung einer neuen Welt

    Von Axel Bauer, Sven Dethlefs, Georg van Husen und Monika Merbecks in: In R. Salfeld / J. Wettke „Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesen: Perspektiven und Konzepte“, Springer 2001


    Pressemitteilung zum Kongress „ehealth 2002- Telematik im Gesundheitswesen“ im März 2002 in Bonn. http://www.bmgesundheit.de/presse/2002/2002/28.htm

     

    Vorschläge der Bundesgesundheitsministerin zur Freigabe des Versandhandels rezept­pflichtiger Arzneimitteln empfohlen durch den „Runden Tisch“ im Gesundheitswesen.http://www.bmgesundheit.de/presse/2002/2002/41.htm

     

    Unternehmensberatung Mummert und Partner zu Möglichkeiten und Grenzen von E-Health.

    http://www.mummert.de/deutsch/service/bra_ehealth.html

     

    „Bosten Consulting Group“ und „forsight institue“ zu Entwicklungen auf dem europäischen E-Health Sektor. http://www.doccheck.de/newsletter/news2_01/artikel4.htm

     

    Hintergründe zur Klage gegen die Online-Apotheke „Doc Morris“, die derzeit die in einer „juristischen Grauzone“ praktiziert. http://www.netdoktor.de/topic/Internetapotheke/

     

    Pressemitteilung zu den aktuellen Planungen zum Gesundheitspass vom 04.05.02.

    http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=5&d=4&id=78460

     

    Literaturempfehlung

    Moderne Gesundheitskommunikation: Vom Aufklärungsgespräch zur E-Health

    Von Klaus Hurrelmann in: Klaus Hurrelmann / Anja Leppin „Handbuch Gesundheitswissenschaften“, Huber 2001

     

IPG-Newsletter Gesundheitsfoerderung 01/02 (22.07.02)