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Kurz angeklickt - Die Webseiten der Barmer Ersatzkasse

Die Webseiten der Barmer Ersatzkasse

Die BARMER-Homepage kommt auf den ersten Blick ganz flott, dynamisch und beschwingt daher: Bewegung, Urlaub, Bonusprogramme, Fit-ness, Tanzen und Wandern stehen nicht nur auf der Startseite im Mittelpunkt. Neuigkeiten aus Medizin und Forschung kommen dagegen nur randständig vor.

Der „Ratgeber“-Bereich ist sehr umfangreich. Hier werden neben Übergewicht und Stress ausführlich verschiedene Körperorgane hinsichtlich Anatomie, Funktion, Störungen und Erkrankungen beschrieben. Die BARMER will mit dieser sicherlich sehr notwendigen Gesund-heitsbildung insbesondere über Möglich-keiten der Verhaltensprävention und Selbsttherapie informieren, um unnötige Arztbesuche vermeiden zu helfen. Krankheitsverursachung wird dabei stark individualisiert und konsequenterweise werden mehrheitlich Gesundheits-Tipps angepriesen, die insbesondere den privaten Geldbeutel belasten. So fehlen oft auch Hinweise darauf, welche der Präventionsangebote noch Kassenleistungen sind oder privat zu bezahlen sind bzw. schon längst auf der IGeL-Liste stehen.

Bei den Hinweisen zu Patientenrechten (wie auch anderen Stellen) wären Internet-Links bzw. Verweise zu anderen Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen hilfreich.

Der nur Mitgliedern zugängliche Bereich enttäuscht ebenfalls: Der „Erinnerungs-Service“ für anstehende Arztbesuche oder Additions-Maschinen für geleistete Zuzahlungen bzw. erworbene Bonuspunkte dienen mehr der Fütterung der Daten-Abteilung der BARMER als den Versicherten, denen hier außerdem – neben einem Formular-Service - jede Menge Zusatzversicherungen angeboten werden.

Die Arzt- und Kliniksuche, die auch Nicht-Mit-gliedern zur Verfügung steht, ist hingegen sehr komfortabel und hilfreich. Ebenfalls sehr umfangreich und mit informativen Verlinkungen zu anderen Informationsquellen gestaltet ist die Übersicht über die Gesetzlichen Regelleistungen, sonstige BARMER-Angeboten und zu e-nigen Änderungen, die im Zuge des GMG eingetreten sind. Leider bleiben auch hier einige der dramatischsten Einschnitte für PatientInnen unerwähnt.

Insgesamt stellt der BARMER-Internet-Auftritt sowohl für Mitglieder wie für Nicht-Mitglieder streckenweise eine sinnvolle Informationsbasis, aber kein umfassendes Gesundheitsportal dar.

IPG-Newsletter Gesundheitsfoerderung 02/05 (16. Jun. 05)