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Buchrezension: Badura, B., Iseringhausen, O. (2006). Wege aus der Krise der Versorgungsor¬ganisation. (Beiträge zur Versorgungsforschung). Bern: Huber. (Euro: 39.95)

Badura, B., Iseringhausen, O. (2006). Wege aus der Krise der Versorgungsor­ganisation. (Beiträge zur Versorgungsforschung). Bern: Huber. (Euro: 39.95)

Vielfach beschworen ist die Krise des gesund­heitlichen Versorgungssystems. Die Finanzie­rung, die Organisation und die Mittelverwen­dung werden kontrovers diskutiert. Reformen – so die einmütige Haltung – müssen her, doch wo sollen diese ansetzen?

Als Rahmenbe­din­gungen für die Reformen werden der demografische Wandel (Immer mehr Menschen werden immer älter) sowie die Krankheitskosten bemüht. Zentral sind in die­sem Reader ferner die sich wandelnden Versor­gungsbedürfnisse und -erwartungen der Patien­ten an das Gesundheitssystem.

Als Gestaltungsoptionen werden Formen der integrierten Versorgung, ökonomische Anreiz­systeme sowie ein verstärkter Telemetrieeinsatz in Disease-Management Programmen diskutiert.

Ziel und somit auch zentrales Evaluationskri­terium der Reformanstrengungen soll die Stär­kung der Nutzerposition im Gesundheitswesen sein. "Befähigung" und "Beteiligung" der Patien­ten werden hier als Entwicklungsoptionen for­muliert.

Der gewählte Titel "Wege aus der Versorgungs­organisation" verspricht mehr als die alleinige Bündelung von Beiträgen zum 3. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung. Neben ei­nem "Mehr" an Patienten­orientierung, besserer Kooperation und Koordination der Versorgung wird eine dritte mögliche Perspektive nicht behandelt, die auf vorausschauende Vermei­dung von Versorgungsbedarf zielt, der konse­quente Ausbau von Prävention und Gesund­heits­förderung.