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Buchrezension: Rosenbrock & Michel (2006). Primäre Prävention.

Rosenbrock, R. & Michel, C. (2006). Primäre Prävention. Bausteine für eine systematische Gesundheitssicherung. Berlin: Medizinische Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (EUR 29,95).

Prävention gewinnt in den letzten Jahren, da sind sich alle Gesundheitswissenschaftler einig, zunehmend an Bedeutung. Ein Neuentwurf für ein Präventionsgesetz wurde für die zweite Jahreshälfte angekündigt. Doch was meint eigentlich Prävention? Auf diese Frage geben Rosenbrock & Michel in ihrem Band Primäre Prävention. Bausteine für eine systematische Gesundheitssicherung eine Antwort.  Ziel der Primärprävention ist die Senkung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Krankheiten bei einem Individuum oder einer (Teil-) Population. Strategien der Primärprävention sind nach Darstellung der Autoren die Risikoreduktion durch die Verminderung von Belastungen (Perspektive der Krankheitsvermeidung)  sowie die Vermehrung von Ressourcen (Perspektive der Gesundheits­förderung). Plädiert wird für eine ököbiopsychosoziale Perspektive der Prävention, in der auch Elemente der Gesundheitsförderung eine Rolle spielen so weit sie zur Risikoreduktion beitragen. Dies wir bereits deutlich im Aufbau des Bandes, der die Themen Gesundheitspsychologie und –kommunikation, Prävention in Städten und Gemeinden, in Betrieben und Verwaltungen, komplexe Präventionskampagnen und –strategien, Health Impact und Assessment, Evaluation und Qualitätssicherung behandelt.

Deutlich wird die Expertise der Autoren in diesem Themenfeld, es werden aktuelle Themen aufgegriffen und kompetent behandelt. Der Band ist klar strukturiert, die komplexen Themen werden kurz und knapp. Tabellen und Abbildungen unterstützen die Darstellung oder fassen zusammen, die Literaturauswahl (bezogen auf das Erscheinungsjahr) aktuell. Zu empfehlen ist dieses Buch allen, die sich über die aktuelle Diskussion zum Thema Prävention informieren wollen oder als Akteure an dieser Diskussion auf unterschiedlichen Ebenen beteiligt sind

(IPG-Newsletter-Gesundheitsfoerderung 03/07).