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Buchrezension: Schwarzer, R. (2005). Enzyklopädie der Psychologie (Gesundheitspsychologie, Band 1). Göttingen: Hogrefe (149 Euro).

Schwarzer, R. (2005). Enzyklopädie der Psychologie (Gesundheitspsychologie, Band 1). Göttingen: Hogrefe (149 Euro).

In dieser bei Hogrefe erscheinenden renommierten Reihe (Enzyklopädie der Psychologie) hat Prof. Dr. Ralf Schwarzer (Freie Universität Berlin) erstmalig einen Band zur Gesundheitspsychologie herausgegeben. Dieser Band bü-delt gesundheitspsychologisches Fachwissen der in Deutschland prominenten Vertreter dieser Teildisziplin der Psychologie.

Der erste Teil fasst Grundlagen und Perspektiven des Fachgebiets zusammen, dann folgen die Themen Stress und Krankheit (Teil 2), der Band endet mit den Inhaltsbereichen Gesundheitsverhalten und Gesundheitsförderung (Teil 3). In dreißig Kapiteln wird auf 600 Seiten über die Forschungsfelder informiert. Einleitend erfolgt eine Standortbestimmung der Gesund-heitspsychologie in Abgrenzung zu benachbarten Teildisziplinen (Verhaltensmedizin, Public Health), anschließend werden subjektive Konzepte und Theorien von Gesundheit und Krank-heit dargestellt, sowie weitere gesundheitsrelevante Themen wie z.B. Emotion, Persönlichkeit, Bewältigung. Die Autorinnen sind ausgewiesene Expertinnen der verschiedenen Teilgebiete, die die einzelnen Themen gut komprimiert darstellen.

Enger als die in der Einleitung zitierte Definition der Gesundheitspsychologie von Matarazzo (1980) als wissenschaftlicher Beitrag zur Förderung und Erhaltung von Gesundheit (1), zur Verhütung und Behandlung von Krankheiten (2), zur Bestimmung von Risikoverhaltensweisen (3), zur Diagnose und Ursachenbestim-mung gesundheitlicher Störungen (4), zur Rehabilitation (5) und zur Verbesserung des Sys-tems gesundheitlicher Versorgung (6), fokussiert die Darstellung im vorliegenden Band auf die Analyse und Beeinflussung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen des Menschen sowie der psychosozialen Grundlagen von Krankheit und Krankheitsbewältigung. Für die Verhaltensprävention liefert der Band wertvolle Informationen, für die Verhältnisprävention hingegen wenig.