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Betriebliches Gesundheitsmanagement II

(LV 12830)

TypSeminar
Freie Plätzeja
RaumRaum K 23/27
Beginn17.04.2008 | 11:00
Zeit
Studiengebiet: Praxis psychosozialer Prävention und Gesundheitsförderung

Donnerstags 11.00-14.00 Uhr

Inhalt

Dem betrieblichen Gesundheitsmanagement kommt trotz breiter Diskussion in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen, unvermindertem Kostendruck in Unternehmungen und Betrieben der öffentlichen Verwaltung sowie eindeutiger und überzeugender Ergebnisse aus groß angelegten Studien noch nicht der gebührende Stellenwert zu. Die Gründe sind u. a. darin zu suchen, dass das Thema Gesundheit in den Verantwortungsbereich des Individuums abgeschoben wird. Die Arbeitswissenschaft und die Arbeitspsychologie haben schon früh Konzepte erarbeitet, welche mit Erfolg in der industriellen Fertigung eingesetzt werden. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist aber heute sowohl in industriellen Betrieben, als auch in Unternehmungen des Dienstleistungssektors von hoher Bedeutung. Dies hängt vor allem mit den folgenden Faktoren zusammen:

  • Die Anforderungen an die Mitarbeiter nehmen ständig zu.
  • In der Forschung sind die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Leistungserbringung weitgehend erkannt  und belegt.
  • Die physische und psychische Gesundheit stellen zwingende Voraussetzungen für die Motivation und die Erfüllung der Leistungserfordernisse dar.
  • Die Kosten für Ausfälle und Absenzen von Mitarbeitern sind hoch und weisen einen zunehmenden Trend auf.

Der Fokus der Unternehmer liegt meist zunächst auf klassischen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, sowie Organisationsstrukturen oder Reorganisationsmaßnahmen. Die Tatsache, dass Gesundheit und andere psychosoziale Faktoren, wie die Unternehmenskultur oder das Arbeitsklima die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter positiv beeinflussen können, wird oft übersehen.

Was sind aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht geeignete Interventionen? Wie lassen sich diese mit den jeweiligen Unternehmenszielen sinnvoll verknüpfen? Wie hat sich die Arbeitswelt in den letzten Dekaden geändert und welche Bedeutung hat dies für betriebliche Gesundheitsförderung?

Diese Fragen sollen in einem Teil der Veranstaltung vertieft werden, bevor die konkreteren Rahmenbedingungen und Arbeitsweisen betrieblichen Gesundheitsmanagements bzw. betrieblicher Gesundheitsförderung beleuchtet werden.

Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der konkreten Umsetzung gesundheitsförderlicher Interventionen in (Dienstleistungs-)Betrieben.

Literatur

Badura, B., Litsch, M. & Vetter, C. (Hrsg.). (2001). Gesundheitsmanagement im öffentlichen Sektor (Fehlzeiten-Report 2001). Berlin: Springer.

Badura, B., Ritter, W. & Scherf, M. (1999). Betriebliches Gesundheitsmangement: Ein Leitfaden für die Praxis (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 17). Berlin: Ed Sigma.

Badura, B. & Hehlmann, T. (2003). Betriebliche Gesundheitspolitik. Springer, Berlin.

Bamberg, E., Ducki, A. & Metz, A.-M. (Hrsg.) (1998). Handbuch betriebliche Gesundheitsförderung. Göttingen: Verlag für Angewandte Psychologie.

Meifert, M. T.& Kesting, M. (Hrsg.) (2004). Gesundheitsmanagement im Unternehmen. Konzepte - Praxis – Perspektiven. Berlin: Springer.

Nieder, P. & Susen, B. (Hrsg.) (1997). Betriebliche Gesundheitsförderung. Konzepte und Erwartungen bei der Realisierung. Bern: Verlag Paul Haupt.

O'Donnell, M. P. (Hrsg.) (2001). Health promotion in the workplace. Delmar Pub.

Pelikan, J. M., Demmer, H. & Hurrelmann, K. (1993). Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung. Konzepte, Strategien und Projekte für Betriebe, Krankenhäuser und Schulen (Gesundheitsforschung). Weinheim: Juventa.

Skinner, H. (2001). Promoting health through organizational change. Allyn & Bacon.

Ulich, E. & Wülser, M. (2004). Gesundheitsmangement im Unternehmen. Wiesbaden: Gabler.

Zimolong, B. (Hrsg.). (2001). Management des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die erfolgreichen Strategien der Unternehmen. Wiesbaden: Gabler.