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Gemeindepsychologie [MPH-1]

(LV 12821)

TypSeminar
RaumK 23/27
Beginn15.04.2009
Ende15.07.2009
Zeit

Mittwochs, 16.15 - 17.45 Uhr

Literaturliste

Dalton, J. H., Elias, M. J. & Wandersman A. (2001). Community Psychology - Linking Individuals and Communities. Wadsworth, Belmont Ca.

Keupp, H. (1997). Handlungsperspektiven der Gemeindepsychologie. Geschichte und Kernideen eines Projekts. In H. Keupp: Ermutigung zum aufrechten Gang (S. 191-206). Tübingen, dgvt-Verlag.

Keupp, H. (1987). Psychosoziale Praxis im gesellschaftlichen Umbruch. Bonn: Psychiatrie-Verlag.

Lenz, A. & Stark, W. (Hrsg.) (2002). Empowerment. Neue Perspektiven für psychosoziale Praxis und Organisation. Tübingen: dgvt-Verlag.

Rappaport, J. & Seidman, E. (Hrsg.) (2000). Handbook of community psychology. New York: Kluwer.

Röhrle, B. & Sommer, G. (Hrsg.) (1995). Gemeindepsychologie: Bestandsaufnahmen und Perspektiven. Tübingen: dgvt-Verlag.

Röhrle, B. Sommer, G. & Nestmann, F. (Hrsg.) (1998). Netzwerkintervention. Tübingen: dgvt-Verlag.

Trojan, A. & Legewie H. (2001). Nachhaltige Gesundheit und Entwicklung - Leitbilder, Politik und Praxis der Gestaltung gesundheitsförderlicher Umwelt- und Lebensbedingungen. Frankfurt: VAS - Verlag für Akademische Schriften.

 Wichtige Links:

Nürnberger Netzwerk für Suizidprävention: http://www.buendnis-depression.de/depression/suizidalitaet.php#Suizidprvention

Empowerment: http://www.thieme-connect.de/ejournals/toc/gesu/71128

 

Gemeindepsychologie (community psychology) versteht sich seit ihren Anfängen in den 60er Jahren als Alternative zur individualtherapeutischen, kurativen Ausrichtung der damaligen klinischen Psychologie. Nicht primär Individuen, sondern Settings, Communities oder Situationen sollen zum Ansatzpunkt gesundheitsförderlicher Aktivitäten werden. Entsprechend stehen „social and community interventions“, ressourcenorientierte Ansätze, gemeinwesenorientierte Ansätze, Netzwerkansätze, etc. im Mittelpunkt.

In der Bundesrepublik ist die Entwicklung der Gemeindepsychologie eng mit den Bemühungen um eine Reform der psychiatrischen/psychosozialen Versorgung verbunden. Gemeindepsychologie wurde zu einem Produkt aus studentenbewegtem Engagement, Gesellschaftskritik, Psychiatriekritik und -reform und entwickelte sich weiter in enger Anlehnung an soziale Bewegungen, an die Frauen- und die Selbsthilfebewegung.

Der Labelingansatz, der Netzwerkansatz, das Coping- und das soziale Unterstützungskonzept, vor allem aber auch das Empowermentkonzept bilden zentrale Grundpfeiler eines gemeindepsychologischen Selbstverständnisses.

Sie sollen in der LV besprochen, kritisch hinterfragt, und im Hinblick auf die Nützlichkeit für Public Health-bezogene Aktivitäten reflektiert und eingeschätzt werden.

Vorhandene Ansätze und Ergebnisse von „Social and Community-Interventions“ sollen betrachtet und auch in Bezug auf ihre Übertragbarkeit für Public Health-Erfordernisse geprüft werden.