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Gesundheitspolitik [MPH-1]

(12822)

TypSeminar
RaumK 23/27
Zeit

Mittwochs 16.15 - 21.45 Uhr
Termine: 14.10.; 21.10.; 28.10.; 18.11.; 25.11.;02.12. & 09.12.2009

Literaturliste

Rosenbrock, R. & Gerlinger, T. (2006). Gesundheitspolitik. Eine systematische Einführung: Lehrbuch Gesundheitswissenschaften (2. Auflage). Bern: Hans Huber Verlag.

Rosenbrock, R., Michel, C. & Rosenbrock-Michel. (2007). Primäre Prävention: Bausteine für eine systematische Gesundheitssicherung. Berliner Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften. Berlin: MWV Med. Wiss. Verl.-Ges.

... sowie Empfehlungen in der Lehrveranstaltung zur vertiefenden Lektüre

Ein umfassendes Konzept von Gesundheitspolitik schließt das gesamte Spektrum politisch gestaltbarer Aspekte des gesellschaftlichen Umgangs mit Gesundheit und Krankheit ein, also das gesellschaftliche bevölkerungsbezogene Management von Gesundheitsrisiken vor und nach ihrem Eintritt. Gesundheitspolitik beinhaltet so die Gesamtheit aller Aktivitäten, die auf die Gesundheit von Individuen oder Gruppen Einfluss nehmen, ob sie Gesundheit fördern, erhalten, (wieder-)herstellen oder die Folgen von Krankheit lindern. Diese Aktivitäten umfassen den gesamten Politikzyklus von der Problemdefinition über die Politikformulierung bis hin zur Implementation und Evaluation von Maßnahmen, sowie die Gestaltung der mit Gesundheit befassten Institutionen.

Häufig – und enger gefasst – wird unter Gesundheitspolitik die politische Gestaltung und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems verstanden. Das Verständnis dieses wichtigen Aspekts von Gesundheitspolitik erfordert eine Einführung in Gesundheitssystemanalyse.

Folgende Themen werden behandelt

»  Gegenstandsbereiche, Ziele und Akteure der Gesundheitspolitik; Interventionsfelder;

»  Analyse von gesundheitspolitischen Prozessen mit Hilfe des Public Health Action Cycle;

»  Sozialpolitische Grundlagen der Gesundheitspolitik;

»  Einführung in Gesundheitssystemanalyse (Bismarck, Beveridge, marktliberal) und –steuerung;

»  Gesundheitsberichterstattung als Informations- und Führungsinstrument;

»  Interventionsfeld Primärprävention;

»  Sekundärprävention. Steuerung, Umsetzung und Wirkung;

»  Krankenversorgung/Tertiärprävention. Institutionen, Berufsgruppen, Zugangs- und Verweisungsregulierung;

»  Steuerungsprobleme angesichts demographischer und epidemiologischer Entwicklungen hinsichtlich Zugang, Versorgungsintegration, Qualitätssicherung.