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Laufende Studien


CAPRI
Die Entwicklung von Kasusmarkierung nach lokalen Wechselpräpositionen – Eine Interventionsstudie mit deutschsprachigen Kindern

Das übergeordnete Ziel des CAPRI-Projektes ist die Ausarbeitung und Evaluation der Effektivität einer frühen Intervention, die in den pädagogischen Alltag integrierbar ist, sodass der entscheidende Meilenstein der Kasusmarkierung, der für weitere Entwicklungsschritte (u.a. Satz-/Textverstehen, Ausbilden von Erzählfähigkeiten) bedeutsam ist und vielen Kindern schwerfällt, frühzeitig implizit gefördert wird. Der Erwerb der Kasusmarkierung setzt mit einem Alter von 2;6 Jahren ein (Clahsen, 1984). Neuere Studien (Ulrich et al. 2016) zeigen, dass mono- und multilinguale Kinder Kasus noch bis zu einem Alter von neun Jahren zum Teil fehlerhaft markieren. Es werden 5-jährige Kinder hinsichtlich ihrer Fähigkeiten untersucht, Kasus nach lokalen Wechselpräpositionen zu markieren. Die entwickelte Förderung soll letzten Endes in den pädagogischen Alltag integriert werden können. Es werden sowohl die Fähigkeiten im Bereich des Verständnisses (Satz-Video-Beurteilung) als auch im Bereich der Produktion (Satzvervollständigung) ermittelt.
Kontaktperson: Tanja Diederich 
E-Mail: tanja.diederich@fu-berlin.de
Telefon: +4930 838 69988


Der Einfluss der Überzeugungen von Lehrkräften auf zweisprachig aufwachsende Schüler:innen

Das Projekt zielt darauf ab, die expliziten Überzeugungen von berufstätigen Lehrkräften und Erzieher: innen in Bezug auf zweisprachig aufwachsende Schüler:innen der Grund- und Sekundarschulen zu analysieren. Insbesondere werden die Einstellungen und Verhaltensweisen der Lehrenden im Unterrichtskontext sowie deren Zusammenhang mit ihrer Selbstwirksamkeit und ihrem beruflichen Wohlbefinden untersucht.

Das Projekt wurde vom UNA Europa Starter Funds Programm finanziert und findet in Kooperation mit Prof. Paola Bonifacci der Universität Bologna statt.

Die Datenerhebung ist noch aktiv und findet als Online-Umfrage statt, die sich an berufstätige Lehrer:innen (aller Schultypen) und Erzieher:innen richtet. Die Teilnahme ist anonymisiert und bringt einen zeitlichen Aufwand von ca. 25 Minuten mit sich. Sie kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen abgebrochen werden.
Zur Teilnahme folgen Sie bitte dem Link:  https://ww2.unipark.de/uc/wahl_Freie_Universitaet_Berlin/e70e/
Kontaktperson: Univ.-Prof. Dr. Flavia Adani
E-Mail: flavia.adani@fu-berlin.de 
Telefon: +49 30 838 667 27
Bei technischen Fragen: Christina Cornelius
E-Mail: christina.cornelius@fu-berlin.de 


Die Verarbeitung objektinitialer Strukturen im Kindesalter

Da die Wortstellung im Deutschen relativ frei und die Kasusmarkierung nur teilweise eindeutig ist, müssen deutschlernende Kinder in der Lage sein, verschiedene morphosyntaktische Hinweise (wie z.B. Kasus- und Numerusmarkierung) zu interpretieren, um die wichtige Frage "wer tut was mit wem" in transitiven Sätzen beantworten zu können. Über die Dauer des Satzes müssen Kinder diese morphosyntaktischen Informationen im Arbeitsgedächtnis speichern und/oder Default-Interpretationsstrategien (z.B. subject-first) inhibieren. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: Welche morphosyntaktischen Hinweise nutzen Kinder, um objektinitiale Sätze zu verarbeiten und zu interpretieren, und welche exekutiven Funktionen unterstützen sie bei dieser Aufgabe?

Es wird untersucht, auf welche Weise 4;0- bis 7;0-jährige deutschsprachige Kinder die Kasus- und Numerusmorphologie zur Interpretation von nicht ambigen S(ubjekt)-V(erb)-O(bjekt)- und OVS-Sätzen nutzen, indem ein explizites (binäres Bild-Satz-Matching) und ein implizites (looking-while-listening) Paradigma kombiniert werden. Dabei werden die Arbeitsgedächtnis- und Inhibitionsfähigkeiten der Studienteilnehmenden erfasst um zu ermitteln, ob und inwiefern der Einsatz dieser kognitiven Ressourcen mit der Verarbeitung von OVS-Sätzen zusammenhängt.
Kontaktperson: Christine Schipke
E-Mail: christine.schipke@fu-berlin.de