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Psychotherapie der Sozialen Angststörung

Viele Menschen sind von Schüchternheit betroffen. Bei einigen von ihnen wird die Unsicherheit in sozialen Situationen so beeinträchtigend, dass sie therapeutische Unterstützung benötigen. Eine Gruppentherapie, die speziell auf soziale Ängste ausgerichtet ist, stellt in diesen Fällen eine der effektivsten Behandlungsstrategien dar. Im Rahmen einer DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) – geförderten Studie untersuchen wir die zentralen Wirkmechanismen dieser spezialisierten Form der Gruppentherapie. Eine Schlüsselrolle nehmen hier wahrscheinlich unter anderem negative selbstbezogene Überzeugungen (z.B. „Ich bin ungeschickt“), die sich auf soziale Situationen beziehen, ein. In der PANDA-Studie werden Veränderungen dieser Überzeugungen durch die Gruppentherapie und damit einhergehende Veränderungen von Hirnfunktionen untersucht. Hauptziel ist es, besser zu verstehen, wie genau sich die Gruppentherapie auf das Denken und auf wichtige Hirnfunktionen auswirkt. So können langfristig noch präzisere und effektivere Behandlungsstrategien entwickelt und Therapieerfolg genauer vorhergesagt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Integration neuer Medien in die Behandlung. Internet- oder Smartphone gestützte Interventionen können die Therapie unterstützen und werden als eigenständige Behandlungsform oder als zusätzliche Behandlungsoption erprobt. Ziel unserer Forschung ist es, Menschen mit einer Sozialen Angststörung eine optimale, wissenschaftlich fundierte Therapie zu bieten. Durch die Mitarbeit der Patientinnen und Patienten, zum Beispiel durch das Ausfüllen von Fragebögen vor und nach der Therapie, kann die Behandlung fortwährend evaluiert und verbessert werden.