Bildungslandschaften 2030 – Eine Delphi-Studie zur Zukunft von Bildungslandschaften

Bildungslandschaften 2030

Bildungslandschaften 2030

Projektleitung:
Prof. Dr. Gerhard de Haan

Projektkoordination:
Kathrin Wahler

Laufzeit: 2016–2018

In Anbetracht der Herausforderungen des gesellschaftlichen und sozialen Wandels wird mit dem Auf- und Ausbau von Bildungslandschaften die Hoffnung verknüpft zu einer zukunftsfähigen und chancengerechteren Bildung beizutragen. Dabei existiert bezüglich der Kooperation und Vernetzung der an Bildung beteiligten Akteure im Sozialraum ein großes Entwicklungs- und Gestaltungspotenzial. Zu beobachten ist auch, dass Bildungslandschaften sich, je nach den Begebenheiten vor Ort, sehr spezifisch (weiter)entwickeln. Gleichzeitig sind die zukünftige Ausgestaltung und das Gelingen von teilweise unsicheren lokalen oder regionalen Einflussfaktoren sowie von politischen Entscheidungen und Programmen abhängig.

Als Zukunftsstudie des Institut Futur der Freien Universität Berlin begibt sich die Delphi-Studie "Bildungslandschaften 2030" auf die Suche nach Konzepten und Entwicklungen, die nach einer ersten Erfahrungsphase als besonders zukunftsweisend erachtet werden. Sie zielt darauf ab, diese Entwicklungspotenziale zu identifizieren sowie mögliche Grenzen und Hindernisse bei der Umsetzung aufzuzeigen. Die Ergebnisse sollen auf mögliche (Fehl-) Entwicklungen aufmerksam machen und als Grundlage für Handlungsempfehlungen dienen. Damit hat das Gesamtprojekt "Bildungslandschaften 2030" zum Ziel, den Diskurs über mögliche Entwicklungen anzuregen und Transparenz für Themen, die beim weiteren Auf- und Ausbau von Bildungslandschaften zentral sind, zu schaffen.

Was ist eine Delphi-Studie?

Eine Delphi-Befragung ist eine zukunftsorientierte wissenschaftliche Studie mit dem Ziel erwartete und erwünschte zukünftige Entwicklungen zu identifizieren. Es handelt sich um eine standardisierte Expertenbefragung mit mehreren Befragungsrunden. Die Delphi-Studie "Bildungslandschaften 2030" ist zweistufig angelegt. In einer ersten Runde werden Expertinnen und Experten um eine Einschätzung und Bewertung von Thesen bezüglich der zukünftigen Entwicklung im Bereich Bildungslandschaften gebeten. Die anonymisierten Gruppenergebnisse werden in der zweiten Befragungsrunde zurückgemeldet und die Expertinnen und Experten werden erneut um eine Einschätzung gebeten. Das statistisch ermittelte Gruppenergebnis kann nun genutzt werden, um bei der zweiten Beurteilung die eigenen Ansichten zu reflektieren. Dadurch wird ein Prozess der Konsensfindung ermöglicht. Auf Basis dieser Ergebnisse lassen sich Rückschlüsse auf erwartete und erwünschte Zukünfte ziehen sowie Handlungsempfehlungen ableiten.

Schlagwörter

  • Weltaktionsprogramm, BNE, Bildung für nachhaltige Entwicklung, UN-Dekade
Weltaktionsprogramm BNE
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