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Zwischen Fortschritt und Gestaltungsräumen: Neuer Monitoringbericht zu BNE in der Beruflichen Bildung

Ausschnitt der Titelseite des aktuellen Monitoring-Berichts zur Beruflichen Bildung

Ausschnitt der Titelseite des aktuellen Monitoring-Berichts zur Beruflichen Bildung

Welche Fortschritte wurden bei der Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der beruflichen Bildung bereits erzielt? Wo bestehen weiterhin Lücken? Und welche Impulse ergeben sich daraus für die zukünftige Gestaltung des Berufsbildungssystems? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der neue Bericht „Nachhaltigkeit in Spannungsfeldern – Fortschritte, Lücken und Gestaltungsräume bei der Verankerung von BBNE“ von Marcus Schneider und Dr. Jorrit Holst des Nationalen Monitorings zu BNE am Institut Futur der Freien Universität Berlin.

News vom 14.07.2026

Die Studie analysiert, wie Nachhaltigkeit und Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) in den zentralen Dokumenten der beruflichen Bildung verankert sind. Grundlage ist eine umfangreiche Auswertung von mehr als 1.400 Dokumenten aus Berufsbildungspolitik, Ausbildungsordnungen, Rahmenlehrplänen, Empfehlungen sowie der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und betrieblichem Bildungspersonal. Durch den Vergleich mehrerer Erhebungszeiträume zeigt der Bericht nicht nur den aktuellen Stand der Entwicklung, sondern macht auch langfristige Veränderungen und Trends sichtbar.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit inzwischen deutlich stärker in den Strukturen der Beruflichen Bildung verankert ist als noch vor wenigen Jahren. Besonders hervorzuheben ist, dass Nachhaltigkeit heute zunehmend auch in Berufen berücksichtigt wird, die bislang kaum mit dem Thema in Verbindung gebracht wurden. Dadurch entwickelt sie sich immer stärker zu einer berufsübergreifenden Leitperspektive der Beruflichen Bildung.

Dabei macht die Analyse deutlich, dass die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Berufsbildungssystems über die Aufnahme einzelner Nachhaltigkeitsaspekte in die ordnenden Dokumente der Beruflichen Bildung hinausgeht. Während ökologische und ökonomische Aspekte zunehmend Eingang in Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne finden, bleiben die soziale Dimension nachhaltiger Entwicklung sowie Fragen demokratischer Teilhabe, gesellschaftlicher Verantwortung und des Umgangs mit Zielkonflikten häufig unterbelichtet.

Die Leitidee der Beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) ist bislang vielerorts eher implizit als explizit verankert. Daher hebt der Bericht Ansätze hervor, die Lernende dazu befähigen, ökologische, soziale und ökonomische Herausforderungen im beruflichen Handeln zu reflektieren, Zielkonflikte zu bearbeiten und Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten. Dafür sind die Gestaltung nachhaltiger Lernorte sowie die Qualifizierung von Lehrkräften und Ausbilder*innen wichtige Stellschrauben.

Mit seinen Analysen und Handlungsempfehlungen liefert der Bericht eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung. Er richtet sich an Entscheidungsträger*innen aus Bildungspolitik, Berufsbildungspraxis und Wissenschaft sowie an alle, die die Berufliche Bildung zukunftsfähig gestalten möchten. Die Ergebnisse zeigen, dass die strukturelle Verankerung von Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren substanzielle Fortschritte gemacht hat – zugleich eröffnen sie Perspektiven, wie BBNE künftig noch systematischer in Ausbildung, Unterricht und Schulentwicklung integriert werden kann.

Zum vollständigen Bericht: "Nachhaltigkeit in Spannungsfeldern – Fortschritte, Lücken und Gestaltungsräume bei der Verankerung von BBNE"

Zitationsempfehlung:

Schneider, M. & Holst, J. (2026). Nachhaltigkeit in Spannungsfeldern - Fortschritte, Lücken und Gestaltungsräume bei der Verankerung von BBNE. Bericht zur Dokumentenanalyse des Nationalen Monitorings zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Institut Futur, Freie Universität Berlin. http://dx.doi.org/10.17169/refubium-52273

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Schlagwörter

  • Berufliche Bildung
  • Bildung
  • Dokumentenanalyse
  • Monitoring
  • Nachhaltigkeit
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