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KI erweitert Utopien in der Zukunftswerkstatt

Philip Kühling zeigt: Generative KI kann gegenwartsnahe Denkmuster aufbrechen und den utopischen Raum öffnen.

News vom 23.04.2026

Philip Kühling hat in seiner Masterarbeit untersucht, wie eine KI-Intervention den Möglichkeitsraum in der Utopiephase einer Zukunftswerkstatt erweitert. Während seiner Forschung stellt Philip die Frage, ob generative Künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, gegenwartsbezogene Plausibilitätsstrukturen zu irritieren und damit neue, wünschenswerte Zukunftsentwürfe zu ermöglichen. Dabei vergleicht Philip im Laufe seiner Recherche eine Kontrollgruppe mit einer Gruppe, in der ChatGPT als KI-Intervention eingesetzt wurde. So versucht er, die Unterschiede in der Dynamik, im subjektiven Erleben und in der Offenheit des utopischen Denkraums sichtbar zu machen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die KI-Intervention in der untersuchten Konstellation den Möglichkeitsraum bei zwei von drei Teilnehmenden erweiterte. Sie wirkte einerseits als Sparringspartner, der die Ideengenerierung anregte und kollektive Ideenentwicklung erleichterte, andererseits als Quelle produktiver Irritation, durch die vertraute Denkmuster aufgebrochen werden konnten. Zugleich macht die Arbeit deutlich, dass die Wirkung von KI nicht automatisch eintritt, sondern von der Offenheit der Teilnehmenden und einer moderativen Rahmung abhängt, die KI-Impulse als Anregung versteht und die menschliche Entscheidungshoheit wahrt!

Die Masterarbeit wurde von Dr. Edgar Göll und Andreas Krafft betreut. Wir gratulieren Philip Kühling herzlich zum erfolgreichen Abschluss seines Studiums!

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