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Zukunftsforschung verständlich kommunizieren: Ein Prozessansatz für die Wissenschaftskommunikation

Wie kann Zukunftsforschung ihre Erkenntnisse so vermitteln, dass sie gesellschaftliche Debatten stärkt, ohne den Eindruck zu erwecken, „die“ Zukunft vorhersagen zu können? Dieser Frage geht Magdalena Soetebeer in ihrer Masterarbeit nach und entwickelt einen Ansatz für Wissenschaftskommunikation, der Zukunftsbilder als das zeigt, was sie sind: nachvollziehbare, aber perspektivgebundene Konstruktionen – keine festen Gewissheiten.

News vom 27.04.2026

Ziel ist es, öffentliche Diskussionen zu bereichern und gleichzeitig Missverständnisse über die Rolle der Zukunftsforschung zu vermeiden. Zukunftsfragen sind in vielen gesellschaftlichen Debatten zentral, doch die wissenschaftliche Zukunftsforschung bleibt dabei oft im Hintergrund oder wird mit vereinfachten Prognosen gleichgesetzt. Hier setzt die Arbeit an und untersucht, wie Kommunikation so gestaltet werden kann, dass sie sowohl wirksam als auch verantwortungsvoll ist.

Zentrale Aspekte sind dabei Transparenz über eigene Annahmen und Denkrahmen, die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven sowie die Förderung von Austausch statt reiner Wissensvermittlung. Auf dieser Grundlage entwickelt Magdalena Soetebeer einen Prozessansatz, der Kommunikation nicht als nachgelagerten Schritt versteht, sondern als integralen Bestandteil von Zukunftsforschungsprojekten – von der Planung über die Gestaltung bis hin zur gemeinsamen Auswertung.

Ein fiktives Projektbeispiel veranschaulicht, wie dieser Ansatz praktisch umgesetzt werden kann und wo Herausforderungen liegen, etwa im Umgang mit Desinformation oder kontroversen Positionen. Die Arbeit zeigt, wie Zukunftsforschung dazu beitragen kann, demokratische Debatten über Zukunft zu stärken, ohne dabei wissenschaftliche Standards aufzugeben.

Die Masterarbeit entstand unter der Betreuung von Dr. Nele Fischer und Dr. Sarah Renger. Wir gratulieren Magdalena Soetebeer herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums.

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