Bilderbuch des Monats April 2026
Mein Feder-Bär und die Friedens-Maschini
(Andrea Karimé)
Was hilft, wenn die Welt weh tut und das Herz auf einmal ganz schwer wird?
Mit dieser Frage beschäftigt sich Andrea Karimés Bilderbuch Mein Feder-Bär und die Friedens-Maschini. Es geht um Krieg, Angst, Trost und Hoffnung auf eine Weise, die Kinder nicht überfordert.
Ein Beispiel dafür ist die Szene, in der der Feder-Bär plötzlich niedergeschlagen ist und Öykü ihn in Gedanken am Strand liegen sieht. Sein Herz ist „schaurig schwer“.
Krieg ist hier also nicht einfach nur Schauplatz, wird auch nicht direkt erklärt oder gezeigt, sondern als Gefühl von Schwere, Traurigkeit und Ohnmacht erfahrbar gemacht. Das Buch nähert sich dem Thema Krieg und Frieden über Bilder, Sprache und Fantasie. Es erklärt nicht alles bis ins Detail,
sondern lässt Raum für eigene Gedanken und Gespräche.
Im Mittelpunkt steht Öykü, ein Kind, das mit dem Feder-Bär vom Meer verbunden ist. Der Feder-Bär ist eine tröstende und beschützende Figur, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Als sein Herz eines Tages zu schwer wird, macht sich Öykü auf die Suche nach der Friedens-Maschini. Auf diesem Weg begegnet Öykü unter anderem dem Vogel Kusch und der Katze Aubergini aus der „Wolken-Limousini“.
Einzigartig ist die Sprache des Buches. Es wird gereimt, mit Wörtern gespielt und vieles neu erfunden. Wörter wie „bimmbimmbimme“, „kuschrosa“, „dusch-die-musch“, „Buchstabenkuchen“ oder eben „Friedens-Maschini“ bringen die Geschichte zum Klingen und lassen fantasievolle Bilder im Kopf entstehen. Friedenswörter aus unterschiedlichen Sprachen wie Amani, Schalom, Rauha, Mir oder Ireni zeigen, dass Frieden Menschen über verschiedene Sprachen hinweg verbindet.
Und auch die Friedens-Maschini selbst macht neugierig: Sie ist klein wie eine Clementini, spricht alle Sprachen, baut Brücken, tröstet und lässt überall ein Stück Frieden zurück. Ob das am Ende wirklich reicht, damit die Welt nicht mehr weh tut?
Bilderbuch des Monats April von Alexander Zirtzow
