Transformative Bildung
Transformative Bildung untersucht Lernprozesse, die Perspektiven, Deutungsmuster und Handlungsorientierungen nachhaltig verändern, häufig im Kontext gesellschaftlicher Krisen, Nachhaltigkeit und Zukunftsfragen.
Berücksichtigt werden können emotionale Dimensionen von Lernprozessen sowie subjektive und perspektivische Transformationen.
Mögliche Leitfragen:
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Woran lässt sich „Transformation“ in Bildungsprozessen empirisch erkennen?
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Welche Lernarrangements fördern Perspektivwechsel, Ambiguitätstoleranz und Handlungsfähigkeit?
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Wie gehen Lernende und Lehrkräfte mit Unsicherheit, Dilemmata und emotionalen Herausforderungen um?
Demokratiebildung
Demokratiebildung kann sowohl Unterricht (politische Bildung) als auch Schulkultur (Partizipation, Konfliktkultur, Mitbestimmung) in den Blick nehmen.
Ein besonderer Fokus kann auf Gemeinschaft als Lernbedingung, Normbildungsprozessen, sozialer Kohäsion sowie Mobbingprävention im schulischen Kontext liegen.
Mögliche Leitfragen:
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Wie erleben Schüler*innen Partizipation tatsächlich – und was wirkt eher symbolisch?
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Wie werden soziale und moralische Lernziele curricular und didaktisch verankert?
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Welche Unterrichtspraktiken stärken Urteilsfähigkeit, Diskurskompetenz und Perspektivenübernahme?
Reflexionsprozesse und Reflexionsportfolios
Der Schwerpunkt liegt auf Reflexion als Professionalisierungs- und Lerninstrument: Qualität, Tiefe, Auslöser und Wirkung von Reflexion (z. B. in Praxisphasen) sowie Portfolios als Format.
Berücksichtigt werden können emotionale Erfahrungen, Theorie-Praxis-Bezüge und professionelle Identitätsentwicklung.
Mögliche Leitfragen:
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Woran zeigt sich „gute“ Reflexion (Tiefe, Perspektivenvielfalt, Theoriebezug, Handlungsbezug)?
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Welche Unterstützungsformate verbessern Reflexionsqualität?
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Wie beeinflussen (digitale) Portfolios Selbststeuerung, Motivation und professionelle Identitätsentwicklung?
Zukunftsbildung
Zukunftsbildung bündelt Ansätze, die Lernende befähigen, mit Unsicherheit umzugehen, Zukunft aktiv mitzugestalten und verantwortungsbewusst zu handeln.
Dazu gehören begabungsfördernde Zugänge, Potenzialentfaltung sowie phänomenorientierte Formen der Welt- und Zukunftsdeutung.
Mögliche Leitfragen:
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Wie kann Zukunftsbildung curricular verankert werden (fachlich, fächerübergreifend, projektorientiert)?
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Welche Lernformate stärken Zukunftskompetenzen wie Antizipation, Systemdenken und Gestaltungsfähigkeit?
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Wie wirken Zukunftsthemen auf Hoffnung, Selbstwirksamkeit und Engagement von Lernenden?