Zum Hintergrund der DEXTRA-Studie
Wir führen eine Tagebuchstudie durch, in der es um die täglichen Erfahrungen von trans* Kindern und Jugendlichen geht.
Ein Fokus liegt dabei auf sogenannten non-affirmativen Erfahrungen als möglicher Auslöser von Geschlechtsdysphorie und psychischer Belastung. Non-affirmativ sind Erfahrungen, die einer trans* Person signalisieren, dass ihr Geschlecht nicht richtig erkannt oder anerkannt wird. Ein häufiges Beispiel ist das Verwenden falscher Pronomen (misgendern). Bis auf das Misgendern sind diese Erfahrungen bisher kaum untersucht, besonders nicht ihr spezifisches Auftreten im Alltag von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Weiterhin sollen Zusammenhänge von non-affirmativen und diskriminierenden Erfahrungen mit Geschlechtsdysphorie, negativen Gefühlen und psychischer Belastung untersucht werden. Dabei soll auch beachtet werden, unter welchen Bedingungen die täglichen Erfahrungen wirken – z. B. ob Personenmerkmale wie der Transitionsstand oder Situationsmerkmale wie Unterstützung die Zusammenhänge beeinflussen.
Es werden auch einige Daten erhoben, die sich auf das Thema Geschlechtseuphorie1 und Affirmation (Bestätigung) beziehen.
1 Geschlechtseuphorie beschreibt das Gefühl von Freude, wenn sich etwas passend zum Geschlecht anfühlt (z. B. Kleidung, mit richtigem Namen oder Pronomen angesprochen werden).