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Dr. Elmar Schüll

Elmar Schüll

Forschungsgruppe Innovation und Gesellschaft der Fachhochschule Salzburg

Akademischer Werdegang

Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Spanische Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität des Baskenlandes in Bilbao/Spanien. Promotion am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin.

Derzeitige Tätigkeit

Senior Researcher in der Forschungsgruppe Innovation und Gesellschaft an der Fachhochschule Salzburg.

Arbeitserfahrungen (Auswahl)

An der Fachhochschule Salzburg mehrjährige Tätigkeit in internationalen und regional ausgerichteten Forschungs- und Transferprojekten, inkl. Projektleitungen sowie in der Lehre der Studiengänge Soziale Arbeit (Bachelor) und Innovationsentwicklung im Social-Profit Sektor (Master). Mitarbeit in der Curriculumsentwicklung des Masterstudiengangs Innovationsentwicklung im Social-Profit Sektor und dem Masterstudiengang Soziale Innovationen.

Arbeitsschwerpunkte

  • Gesellschaftlicher Wandel und soziale Innovation
  • Hochschul- und Organisationsforschung
  • Methoden und methodologische Grundlagen zukunftsbezogener Forschung

Moderne Zukunftsforschung und ethische Herausforderungen

Seminar | Modul 4: Konzepte, Ziele und Herausforderungen | Mit Dr. Bruno Gransche (Sommersemester) 

Das Seminar ist auf eine vertiefte Auseinandersetzung der Studierenden mit zentralen Konzepten, Zielen und Herausforderungen der Zukunftsforschung ausgelegt. Thematische Schwerpunkte liegen dabei auf:

  • ethischen Fragen und der Rolle von Werten in der – zumeist praxisbezogenen – Zukunftsforschung,
  • den Vorläufern und der Herausbildung der heutigen Zukunftsforschung, insbesondere den institutionellen Entwicklungen seit dem 2. Weltkrieg.

Beide Schwerpunkte stehen in Beziehung zueinander. Über die Befassung mit früheren Formen der Zukunftsforschung soll herausgearbeitet werden, wie eng der Wunsch nach Vorauswissen mit praktischen Gestaltungsambitionen verbunden war und bis heute ist. Damit befindet sich Zukunftsforschung grundsätzlich in einem Spannungsfeld, das durch wissenschaftliche Distanz zur Praxis einerseits und forschungsgestützte Relevanz für die Praxis andererseits konstituiert wird. Das Seminar befasst sich also mit der Frage, welche Rolle und Verantwortung die wissenschaftliche Zukunftsforschung bei der Initiierung, Begleitung, Durchsetzung, Legitimation und Evaluation außerwissenschaftlicher Gestaltungsprozesse übernehmen kann und soll.

 

Strukturen, Kontinuität und Ereignisse: Sozialstrukturelle Perspektiven auf gesellschaftlichen Wandel

Seminar | Modul 4: Konzepte, Ziele und Herausforderungen | Mit Univ.-Prof. Dr. Gerhard de Haan (SoSe)

Ausgangspunkt der Vorlesung „Kontinuität, Kontingenz und Ereignis“ im Wintersemester 2020 war die Wahrnehmung des Phänomens, dass die Zukunftsforschung sich primär auf Brüche, Ereignisse und Dynamik konzentriert. Das ist sicherlich dann sinnvoll, wenn man medialen Effekt erzeugen will oder Organisationen, Unternehmen und andere sich schnellen Veränderungen ausgesetzt sehen, die erstens ihren Status in Gefahr bringen könnten oder gar zweitens Vorteile einbringen könnten, wenn sich die Organisation usw. selbst ändert. Wenig beachtet wird dagegen die Frage: Was verändert sich nicht? Bzw. was verändert sich nur sukzessiv? Zunächst soll dazu spezifische Handlungstheorien erörtert und deren Wirkungen auf die Entstehung und Veränderung von Strukturen auf Mikro- und Makroebene thematisiert werden. Ausgehend von Fernand Brodels Konzept der Longué Dureé soll dann eine weitere Perspektive auf die strukturellen Bedingungen (gesellschaftlichen) Wandels bzw. Deren strukturelle Kontinuität entwickelt werden.

Publikationen

Bücher (Auswahl)

Perspektiven und Herausforderungen der österreichischen Fachhochschulen. Eine Vorausschau. Verlag Österreich, Wien 2016.

Gütekriterien und Standards der Zukunftsforschung. Ein Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Springer-VS, Wiesbaden 2015. (Mitherausgeber)

Zukunftsstrategien für eine alternsgerechte Arbeitswelt im Bundesland Salzburg. Lit-Verlag, Berlin u.a. 2011. (Ko-Autor)

Zukunftsforschung und Zukunftsgestaltung. Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2009. (Mitherausgeber)

Artikel und Beiträge (Auswahl)

Interdisziplinarität. In: Gerhold et al. (Hrsg.): Standards und Gütekriterien der Zukunftsforschung. Ein Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Springer VS, Wiesbaden 2015, S. 61–70.

Nachvollziehbarkeit. In: Standards und Gütekriterien der Zukunftsforschung. Ein Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Springer VS, Wiesbaden 2015, S. 94–99.

Theoretische Fundierung. In: Standards und Gütekriterien der Zukunftsforschung. Ein Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Springer VS, Wiesbaden 2015, S. 100–110.

Code of Conduct – Wissenschaftliche Integrität (zusammen mit Andreas Weßner). In: Standards und Gütekriterien der Zukunftsforschung. Ein Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Springer VS, Wiesbaden 2015, S. 142–150.

Zukunftsforschung + Hochschulforschung = Hochschulzukunftsforschung? In: die hochschule, 23, 1, 2014, 148–160.

Zukunftsforschung, kritischer Rationalismus und das Hempel-Oppenheim-Schema (zusammen mit Heiko Berner) In: Popp (Hrsg.): Zukunft und Wissenschaft. Wege und Irrwege der Zukunftsforschung. Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2012.

Die Leitbilder der österreichischen Fachhochschulen. In: Popp et al. (Hrsg.): Zukunft.Bildung.Lebensqualität. Lit-Verlag, Berlin u.a. 2011.

Zur Forschungslogik explorativer und normativer Zukunftsforschung. In: Popp/Schüll (Hrsg.) Zukunftsforschung und Zukunftsgestaltung (Mitherausgeber). Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2009.

Use and Misuse of Time Series Prediction in the Tourism Industry – Some Experiences from Austria. In: INFOS2008 Conference Proceedings. University of Cairo, Faculty of Computers and Information. 2008.

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