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Forschungsschwerpunkte

Das Charakteristische an der Forschung unseres Arbeitsbereichs besteht in einer Verknüpfung von Grundlagen- und Anwendungsforschung. Fragen der Schul- und Unterrichtsforschung untersuchen wir unter Rückgriff auf Theorien und Methoden, die aus der Pädagogischen Psychologie, der Sozial- und Entwicklungspsychologie stammen.

Forschungsmethodisch dominieren in unseren Studien experimentelle Designs, die durch korrelative und Evaluationsstudien ergänzt werden. Dabei arbeiten wir nicht nur mit Selbstauskünften, die über Fragebogeninstrumente erhoben werden können, sondern auch mit non-reaktiven Maßen, welche computergestützt implizite, automatische, nicht bewusste Assoziationen erfassen.

Zentrale Fragestellungen beziehen sich auf motivationale, identitätsbezogene und einstellungsbezogene Prädiktoren schulischen Lernens sowie auf die Erreichung von Chancengerechtigkeit innerhalb des Bildungssystems, vor allem in Hinblick auf das Verständnis von geschlechts- und herkunftsbezogener Disparitäten. In diesem Kontext entwickelten wir das für unsere Arbeit grundlegende Modell des Interests as Identity Regulation Model (IIRM) (Kessels & Hannover, 2004; 2006; Kessels, Heyder, Latsch & Hannover, 2014), das abbildet, wie die schulische Interessens- und Leistungsentwicklung von Jugendlichen mit ihrer Identitätsentwicklung interagiert.

Nachfolgend sind einige der Forschungsschwerpunkte etwas detaillierter beschrieben:

Mädchen und MINT-Fächer

Ein inhaltlicher Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Untersuchung des Image of Science sowie der besonderen Implikationen, die sich hieraus für das Engagement von Mädchen und Frauen im MINT – Bereich ergeben. …mehr

Jungen als „Bildungsverlierer“?

In mehreren Studien untersuchen wir, ob und inwiefern Stereotypen über Schule und Lernen insgesamt eine vergleichsweise schlechtere Passung zum Selbstbild von Jungen bzw. zu Vorstellungen von Männlichkeit aufweisen. Hier gingen wir im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojektes „Sind Jungen die neuen Bildungsverlierer? …mehr

Schulisches Burnout

Haben die im Schnitt besseren Schulnoten der Mädchen auch „Nebenwirkungen“ für diese? Wir untersuchten, ob Mädchen mehr schulbezogenes Burnout berichten als Jungen und was die Gründe hierfür sind. …mehr

Einstellungen zu und Umgang mit Inklusion

Einen Schwerpunkt unserer Arbeiten im Kontext von schulischer Heterogenität bildet auch das Thema Einstellungen und Umgang mit Inklusion. Hierzu haben wir eine Studie zu impliziten Einstellungen von Lehramtsstudierenden zur Inklusion durchgeführt …mehr

Sprache und Geschlecht

Unterscheidet sich der qualitative Wortschatz von Jungen und Mädchen im Grundschulalter? …mehr

Shifting Standards bei der Bewertung negativ stereotypisierter Gruppen

„Für ein Mädchen nicht schlecht…“? In experimentellen Studien haben wir zeigen können, dass negative Stereotype über die mathematischen Fähigkeiten von Mädchen oder die Lesekompetenzen von türkischstämmigen Schülern je nach Kontextmerkmalen der Situation entweder offensichtlich werden oder aber „maskiert“ sind. …mehr