Ordinalskala

Voraussetzung für die Anwendung einer Ordinalskala ist, dass die gemessenen Werte in eine Rangreihe gebracht werden können, das heißt, dass es ein „weniger oder mehr“ gibt. Die Zahlen der Ordinalskala beschreiben dieses „weniger oder mehr“. Wichtig ist, dass man bei der Ordinalskala aus den Abständen zwischen den Zahlen keine Aussagen über Merkmalsunterschiede ablesen kann. Ein typisches Beispiel für eine Ordinalskala ist die Wettkampfkampfplatzierung, zum Beispiel bei einem Marathonlauf (Platz 1 für den Läufer, der die kürzeste Zeit bis zum Ziel benötigt hat, Platz 2 für den nächsten Läufer, usw.). An diesem Beispiel sieht man, dass die Zahlenabstände (also zwischen 1,2 und 3, usw.) nichts über Merkmalsabstände (d. h. die gelaufenen Zeiten) aussagen. Im Bereich der pädagogischen Diagnostik bzw. im Bereich der Bildungsforschung ist ein typisches Merkmal, das mit einer Ordinalskala erfasst wird, der höchste erreichte Schulabschluss. So könnte man für den Hauptschulabschluss (in Berlin BBR), den Realschulabschluss (in Berlin MSA,) das Fachabitur und das Abitur die Zahlen 1 bis 4 verwenden, d. h. 1 für BBR, 2 für MSA, 3 für Fachabitur und 4 für Abitur. Die Werte drücken dann zum Beispiel aus, dass das Abitur (4) ein höherer Schulabschluss ist als der MSA (2) und dieser ein höher Schulabschluss als die BBR (1). Die Abstände zwischen den Zahlen lassen sich hingegen nicht eindeutig interpretieren.