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Internet-based Refugee Mental Health Care (I-REACH)

Laufzeit: 2019 – 2024

Projektleitung: Prof. Dr. Christine Knaevelsrud, Dr. Nadine Stammel, Sebastian Burchert

Wissenschaftliche Mitarbeitende: Dr. Maria Böttche, Dr. Carina Heeke

Entwicklung und Feasability-Testung eines transdiagnostischen E-Mental-Health Ansatzes für geflüchtete Menschen

I-REACH ist ein Forschungsverbund, der durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Ausschreibung „Psychische Gesundheit geflüchteter Menschen“ gefördert wird.

Hintergrund


Onlinebasierte Screening-Instrumente und Behandlungsansätze haben aufgrund ihrer Reichweite ein großes Potenzial zur Überwindung der derzeitigen Versorgungslücke im Bereich der psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen. Schwerpunkte dieses Forschungsprojektes sind die Entwicklung, empirische Überprüfung und Anwendung von onlinebasierten Interventionen und Screenings in verschiedenen psychotherapeutischen/psychiatrischen Versorgungssettings für Geflüchtete in Deutschland. Das Projekt umfasst fünf Teilprojekte:

(1) Die zuverlässige Identifizierung von Geflüchteten mit psychischen Problemen ist eine Voraussetzung für einen adäquaten Zugang zur psychotherapeutischen/psychiatrischen Behandlung. Daher werden einfach zu handhabende onlinebasierte modulare Screening-Instrumente entwickelt und psychometrisch ausgewertet.

(2) Da Geflüchtete häufig unter multiplen und komorbiden psychischen Problemen leiden, werden im zweiten Projekt zwei verschiedene Varianten eines kulturell und kontextuell adaptierten diagnoseübergreifenden (transdiagnostischen) onlinebasierten Behandlungsansatzes für Geflüchtete entwickelt und bezüglich seiner Machbarkeit überprüft.

(3) Anschließend wird in einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) die Wirksamkeit der therapeutisch geleiteten (guided) onlinebasierten Behandlungsvariante in arabischer Sprache mit einer inhaltsäquivalenten Face-to-Face- Behandlung und einer Warteliste im ambulanten Bereich verglichen.

(4) Das vierte Projekt evaluiert die Implementierung der entwickelten nicht-geleiteten (unguided) Variante der onlinebasierten Intervention auf Arabisch, Farsi/Dari in die stationäre psychiatrische Regelversorgung.

(5) Schließlich werden Kosten- und Gesundheitsauswirkungen der entwickelten onlinebasierten Interventionen in fünften Projekt analysiert.

Ziel


Ziel des Teilprojekts 2 des AB Klinisch-Psychologische Intervention ist die Entwicklung einer kulturell und kontextuell adaptierten transdiagnostischen Intervention für geflüchtete Menschen sowie die Überprüfung ihrer Durchführbarkeit (feasability).

Die transdiagnostische Intervention, basierend auf dem Common Elements Treatment Approach (CETA), wird in mehreren Varianten entwickelt bzw. kulturell und kontextuell adaptiert zu: 1. Einer onlinebasierten, durch Psychotherapeut*innen/ Beratende begleiteten („guided“) Variante auf Arabisch, 2. Einer onlinebasierten unbegleiteten („unguided“) Variante auf Arabisch und Farsi/Dari, 3. In einer face-to-face Variante auf Arabisch.

Verbundpartner des Forschungsverbunds I-REACH


  • Freie Universität Berlin
  • Medical School Berlin
  • Universitätsklinikum Leipzig
  • LVR-Klinik Köln
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Ansprechpartner*innen