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Dr. Robin Bachmann

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Arbeitsbereich Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
Raum JK 27/218
14195 Berlin

Sprechstunde

Dienstags, 10:00–11:00 Uhr während der Vorlesungszeit

Robin Bachmann promovierte am Department Psychological and Behavioural Science an der London School of Economics, wo er sich auf die Schnittstelle von Sozialpsychologie und Verhaltensökonomie spezialisierte. Als Postdoktorand am Arbeitsbereich Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Freien Universität Berlin forscht er zu Identität, Ungleichheit, Veränderung und Führung in organisatorischen, wirtschaftlichen und politischen Kontexten. Zuvor war er sieben Jahre bei einer renommierten Unternehmensberatung tätig, zuletzt in der Rolle eines Managers. Neben seiner akademischen Tätigkeit führt er seine Beratungstätigkeit fort, mit Schwerpunkt auf Führung, organisatorische Veränderungen und der Nutzung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zur Förderung eines besseren und integrativeren Wirtschaftsverhaltens.

Bachelorstudiengang Psychologie

Vorlesung: "Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie II"

Beschreibung: Die Vorlesung vermittelt zentrale Konzepte und empirische Befunde der Organisations- und Wirtschaftspsychologie – dem Erleben und Verhalten von Menschen in organisationalen und wirtschaftlichen Kontexten. Der organisationspsychologische Teil umfasst Themen wie Organisationstheorien, Kommunikation, Teamarbeit, Konflikte, Führung, Organisationskultur und Veränderungsmanagement. Der wirtschaftspsychologische Teil behandelt Marktforschung, Werbewirkung, Rationalität, Emotionen und finanzpsychologische Entscheidungsprozesse. Ergänzend werden Themen wie Desinformation, Nachhaltigkeit, Ungleichheit, Bürgerverhalten und Public Policy berücksichtigt.

Seminar: "Identität, Sprache und Führung im politischen Kontext"

Beschreibung: In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit sozialpsychologischer Forschung im politischen Kontext. Dabei setzen wir uns mit zentralen Themen wie sozialer Identität, Führung, sozialer Ungleichheit und Aktivismus auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Sprache als Mittel politischen Handelns sowie auf computergestützten Sprachanalysemethoden in der sozialpsychologischen Forschung. Die Teilnehmenden bereiten relevante Fachliteratur vor, die im Seminar kritisch reflektiert und diskutiert wird. In einer praktischen Projektphase analysieren sie eigenständig Phänomene aus den Bereichen soziale Identität und Führung anhand von Reden aus dem Deutschen Bundestag. 

 

Masterstudiengang Psychologie

Seminar: "Psychological and Behavioral Science for the World"

Beschreibung: Wie lassen sich menschliches Erleben und Verhalten in Organisationen, Wirtschaft und Politik besser verstehen – und gezielt verändern? Dieses zweisemestrige Projektseminar verbindet sozial-, organisations- und wirtschaftspsychologische mit verhaltensökonomischen Perspektiven. Im ersten Semester tauchen wir in klassische und aktuelle Forschungsliteratur ein, diskutieren Theorien, Methoden und Befunde – kritisch, interaktiv und praxisnah (u. a. mit Pro-Contra-Debatten, Rollenspielen, und Fallstudien). Im zweiten Semester entwickeln die Teilnehmenden eigene Forschungs- und Interventionskonzepte für reale Herausforderungen – von Problemen in Organisationen bis zu großen gesellschaftlichen Fragestellungen – und zeigen, wie Psychological and Behavioral Science die Welt ein Stück besser machen kann.

Forschungsgebiete:

Robin Bachmann arbeitet an der Schnittstelle zwischen Sozialpsychologie und Verhaltensökonomie und untersucht zentrale Fragestellungen in organisatorischen, wirtschaftlichen und politischen Kontexten, darunter:

  • Soziale Identität
  • Führung
  • Change Management
  • Finanzverhalten
  • Wirtschaftliche Ungleichheit

Forschungsmethoden:

Neben traditionellen Fragebogen- und Experimentstudien verwendet er Forschungsmethoden, wie zum Beispiel:

  • Umfangreiche Haushaltsdaten, z.B. Sozioökonomisches Panel (SOEP), UK Household Longitudinal Study (UKHLS)
  • Fortgeschrittene statistische Analysen, z.B. Mehrebenen- und Längsschnittanalysen
  • Unstrukturierte Textdaten, z.B. Geschäftsberichte, Bundestagsprotokolle und verschiedene Social Media Daten
  • Neuere computergestützte Textanalyse, z.B. Anwendung von Natural Language Processing (NLP) und Large Language Models (LLM)

Praxisanwendung:

Seine Arbeit liefert Erkenntnisse für die Praxis in Bereichen wie:

  • Unternehmensberatung
  • Behavioral Policy Design

Betreuung von Abschlussarbeiten:

  • Robin Bachmann betreut Master- und Bachelorarbeiten in seinen Forschungsgebieten und Anwendungskontexten. Zudem unterstützt er Studierende, die mit bestehenden Haushaltsdaten (z. B. Sozioökonomisches Panel) oder Textdaten (z. B. Bundestagsprotokollen) arbeiten möchten.
  • Aktuell: Kontaktieren Sie ihn für die eventuelle Mitarbeit in einem Forschungsprojekt zu sozialer Identität, politischer Führung und neueren Textanalysemethoden

Akademische Publikationen:

  • Bachmann, R., Gleibs, I. H., & Delaney, L. (in press). Social identity and capital income: A social psychological approach to identity economics using UK household data. British Journal of Social Psychology.
  • Bachmann, R. (in press). Status und Sprache im politischen Diskurs. In L. A. Gierke & F. H. Gerpott (Eds.), Statussymbole im Wandel: Haben, was andere nicht haben können (Vol. 2). Nomos.
  • Bachmann, R. (2025). Money Silences “Us”: Financial Topics Erode Collective Identity in the German Parliament. Academy of Management Proceedings, 2025(1), 21012. https://journals.aom.org/doi/10.5465/AMPROC.2025.277bp [Charles H. Levine Award for Best Conference Paper 2025]
  • Bachmann, R., Scheel, T., & Kerschreiter, R. (2024). Change Credit: The compensatory effects of leader group prototypicality and organizational identity strength in organizational change. Journal of Change Management, 24(4), 346-361. https://doi.org/10.1080/14697017.2024.2430126
  • Bachmann, R., & Gleibs, I. H. (2024). Uncovering the secret life of We-pronouns in the German parliament. Zeitschrift für Psychologie, 232(3), 200-208. https://doi.org/10.1027/2151-2604/a000564

 

Medienbeiträge: